Bockjagd II 2016

Nach acht erfolglosen Ansitzen, ging es Sonntagfrüh wieder ins Revier. Um 5 Uhr noch Jagdkollegin abgeholt und es ging zum Hochsitz, wo ich seit mehr als zwei Wochen auf einen passenden Sechserbock wartete. Der Sitz steht an einer Wiese mit einigen Obstbäumen, auf drei Seiten von Wald umgeben und auf einer Seite grenzt ein Maisfeld das Blickfeld ab. Eigentlich ein vielversprechender Einstand mit viel Ruhe.

Bei den Ansitzen zuvor kam des öfteren ein ein oder zwei jähriger Bock vorbei, der Lauscherhoch auf einen Sechser blendete, ich konnte ihn nicht genau ansprechen und wegen seiner Unbedarftheit, glaube ich es ist ein Jährling. Ich ließ ihn mehrere Male ziehen. Bei einem Morgenansitz trat ein passender Sechser aus, der mir nach genauerem Ansprechen zu jung erschien und auf jeden Fall noch Potential hat, auch ihn ließ ich in den Mais ziehen. Sonst hörte ich immer wieder Geißen fiepen und Böcke treiben, jedoch im Wald oder Maisfeld. Ein Fuchs schaute fast bei jedem Ansitz auf der Wiese vorbei, sonst tat sich meist nicht viel.

Zurück zum Sonntagmorgen, wir pirschten zum Hochsitz, es war noch alles ruhig, also baumten wir auf. Wir warteten etwa 40 Minuten, zwischendurch blattete ich ein paar Mal. Kurz vor 6 Uhr betrat ein Sechserbock die Wiese, schnell angesprochen, der Träger war stark, die Stangen sehr dunkel und auch das Haupt deutete auf einen älteren Bock hin. „Den schießen wir“, sagte ich und legte meinen Steyr Mannlicher Repetierer an und brachte das Fadenkreuz meines Zielfernrohrs etwas hinters Blatt, als er kurz verhoffte, stach ich ein und drückte ab. Ich sah den Bock deutlich Zeichnen, er war mit allen vier Läufen in der Luft, spannte ein und verschwand hinter der Baumkante.

Wir schnauften kurz durch und gaben dem Bock noch ein paar Minuten, bevor wir zum Anschuss gingen. Schweiß konnten wir genügend finden, dann folgte ich der Fährte und gleich hinter der Wiesenkante etwa zwei Meter im Wald lag der Bock. Die Freude war groß, ich traf ihn etwas hinterm Blatt, die 308 Win. Geco Teilmantel durchbohrte die Lunge und ließ den Bock noch etwa 30 Meter flüchten, bevor er verendete. Es ist ein passender Sechser Abschussbock, mit dunklen Stangen.

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Schnell war der letzte Bissen im Äser und wir versorgten das Wild gemeinsam. Den Aufbruch ließen wir für den dort streifenden Fuchs im Wald zurück. Etwa 40 Minuten nach dem Schuss, war der 15 Kilogramm schwere Bock im Kühlhaus verstaut. Das Alter schätze ich auf  vier bis fünf Jahre, genau werden wir es erst wissen, wenn das Kiefer fertig ausgekocht ist.

Nach so vielen Ansitzen Waidmannsheil haben, ist unbeschreiblich. Ein guter Morgenansitz der uns beiden noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Waidmannsheil!

Hatchbag Kofferraumschutz

Test: Hatchbag Kofferraumschutz

Der englische Maßanzug ist ein Klassiker. Beim Kofferraumschutz lässt das Angebot von maßgeschneiderten Lösungen zu Wünschen übrig. Die Firma Hatchbag aus England bietet genau dieses Produkt an. In Handarbeit werden die Hatchbags für mehr als 150 Pkw Modelle in Handarbeit angefertigt.Hatchbag Kofferraumschutz

In meinen VW Touareg benutzte ich bisher die original Schutzmatte aus Plastik, die aber immer wieder ins Schloss rutschte und dementsprechend löchrig war. Seit einiger Zeit verwende ich nun den Kofferraumschutz der Firma Hatchbag und muss sagen, er funktioniert.

Robust
Das Material des Kofferraumschutzes besteht aus robustem braunen PVC, es stehen aber auch weitere Farben zur Wahl. Mehrere Optionen bietet das Unternehmen ebenfalls an, in meinem Fall habe ich eine geteilte Rückbank, somit kann ich einen Sitz umlegen und trotzdem sind beide Sitzbankseiten geschützt. Zusätzlich kann man noch Matten, Heckklappenschutz und viele andere aufpreispflichtige Details bestellen. Für einen VW Touareg kostet der Hatchbag 145,24 Euro in der Standardausführung, bestellt man einen Stoßstangenschutz dazu schlägt sich das mit etwa 17 Euro zu Buche, bei einer Heckklappenabdeckung sind es schon rund 43 Euro.

Kofferraumschutz für die Jagd
Als Jäger ist ein Kofferraumschutz eine gute Investition. Egal ob mit dem Jagdhund ins Revier oder dem erlegten Rehbock nach Hause, der Kofferraum ist schnell verschmutzt. Den Hatchbag Kofferraumschutz konnte ich schnell montieren und er hält den Dreck von meinem Auto fern. Mit den Klettflächen hält die PVC Folie an den Seiten des Kofferraums, an den Plastikflächen müssen Klettsticker angebracht werden und mit Haltelaschen wird der Kofferraumschutz an den Nackenstützen der Hinterbank befestigt. Schon ist die Plane montiert und der Kofferraum kann eingeladen werden.

Nach einem Schlammbad, kann ich meine Labradorhündin nun getrost in den Kofferraum lassen, denn die PVC-Folie ist leicht zu reinigen. Feucht wischen und der Kofferraum schaut aus wie neu. Auch der erlegte Rehbock kann gleich eingeladen oder Motorsäge und Co. verstaut werden, selbst Ölflecken lassen sich leicht entfernen.

Fazit
Der Hatchbag Kofferraumschutz ist für Jäger, Landwirte, Forstarbeiter und Handwerker sicher eine gute Investition. Ich möchte meinen Hatchbag nicht mehr missen. Bis jetzt hat er den alltäglichen Einsatz bei der Jagd mit Hund und andere Transportaufgaben perfekt gemeistert. Ich konnte noch keine Schwachstelle finden, genauso wenig wie meine Labradorhündin. _DSC9100

Erfolgreiche Bockjagd 2016 Teil I

Seit Mai war ich im Revier unterwegs, um den richtigen Bock zur Strecke zu bringen. Ich hatte viel Anblick, ließ einige brave Böcke ziehen und wartete auf den richtigen.  Dieser Bock am Bild sollte es werden, hohe weiße Stangen, die bis zu den Rosen dünn waren, ein starker Träger und vom Verhalten her  mindestens vier Jahre oder älter. Da er auf der Reviergrenze seine Fährte zog, war er auf jeden Fall passend.IMG_4066

Zig Ansitze nach diesem Foto, ließ sich der Bock nicht blicken, ein Mal war er kurz zu sehen, doch es war schon sehr finster und Kugelfang war keiner gegeben.  Ende Mai saß ich wieder mit meiner Mauser 66 in 243. Winchester auf dem Hochsitz. Einige gut veranlagte Jährlinge traten aus, hochbeschlagene Geißen und Schmalgeißen ästen vertraut am Kleeacker. Gegen 21 Uhr wurde es schnell finster, ich konnte einen Bock ausmachen, er trieb die Schmalgeißen und auch die beschlagenen älteren Tiere flüchteten. Plötzlich waren die Jährlinge von der Bühne verschwunden.

Mit dem Spektiv konnte ich den Bock als Alten ansprechen, er hatte dünne Stangen und ob er weiße Enden hatte, konnte ich nicht mehr ausmachen, ich ging aber davon aus. Mit tiefem Träger wechselte er immer näher heran. Der passt, dachte ich mir, richtete meine Mauser ein und ließ auf etwa 140 Meter die Kugel fliegen. Geblendet durch den Mündungsblitz, sah ich als der Schuss verhallt war einige Stücke in den Wald flüchten.

Mit dem Fernglas war nichts zu sehen. Also stieg ich vom Hochsitz, holte mein Auto samt Hund und machte mich auf die Suche nach dem Bock im Kleeacker. Als ich in der Nähe des Anschusses war, sah ich schon die Lichter des Bocks. Schnell erlöste ich ihn von seinem Leiden, da ich mit der 243. Winchester zu hoch abgekommen war. Da lag er nun. Der nächste Schock, „der ist zwei Jahre“, dachte ich mir.

Die Trophäe ein schwacher ungerader Sechser mit dünnen niedrigen Stangen, die vermeintlichen weißen Enden, die ich nicht mehr gut gesehen habe, waren nicht vorhanden. Der Bock hatte 13 Kilogramm, ein komplett graues Haupt und fast keine Rosen. Es sprach einiges dagegen, dass es sich um einen zweijährigen handelt, aber man weiß ja nie.

Nach dem ich den Bock aufgebrochen hatte und auch der Jagdleiter, das „Böcklein“ gesehen hatte, wollten wir uns das Kiefer anschauen, ob es nicht ein guter Jahrling war, den ich da gestreckt hatte. Es sprach aber zu viel dagegen und das Kiefer brachte uns Aufschluss über den Bock. Der zierliche ungerade Sechser mit seinen dünnen Stangen war ein richtiger Methusalem. Das Gebiss war komplett abgeschliffen, einige Zähne fehlten dem Bock bereits. So einen Abschliff sieht man nicht alle Tage. Die Trophäe wird sicher einen Ehrenplatz bekommen, so einen Bock erlegt man nicht alle Tage.

Waidmannsheil!

Test Dokken Dead Fowl Dummy

Ein Labrador soll apportieren, im Normalfall tut er das auch ganz gut. Unsere Labradordame Ronja macht es sogar liebend gern, doch mit der Abgabe haperte es. Um ihr diesen Splen abzutrainieren war viel Fingerspitzengefühl und Zeit notwendig. Da man nicht immer mit echtem Wild trainieren kann, war ich auf der Suche nach etwas anderem, als dem klassischen grünen Dummy, denn unsere Hündin hatte die Angewohnheit, dieses wie eine „Zigarre“ zu tragen.

Also fiel meine Wahl auf die Dokken Dead Fowl Ente, der Kopf und die Füße sind aus hartem Plastik, also gewöhnen sich die Hunde schnell daran, dass das Schütteln ihrer Beute nicht ideal ist. Das Dummy ist aus hochwertigen weichen Kunststoff, das die Hunde gern ins Maul nehmen. Mit der angebrachten Schnur kann die Ente gut geworfen werden. Schnell stellten sich erste Erfolge ein, unsere Hündin trug die „tote Ente“ perfekt und nach einigen Wochen Training, apportierte sie das Dummy und gab es auch in die Hand ab.

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Noch nicht die perfekte Haltung des Fasan-Dummys, aber es wird

Zusätzlich zur Ente, habe ich auch ein Dokken Fasandummy gekauft, unserer Hündin machen die Dokken Dead Fowl und Pheasant mehr Spass, als die normalen Dummys, außerdem lernt der Hund so den richtigen Haltepunkt auch beim warmen Wild. Für das Training zwischendurch kann ich diese Dummys jedem Hundehalter empfehlen. Egal ob geworfen oder versteckt, Ronja sucht und bringt die Dokken-Dummys sehr gern. Ich kann sie auch für jeden anderen Hundebesitzer empfehlen, um den vierbeinigen Jagdgefährten das Apportieren schmackhaft zu machen.

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Test 243. Winchester RWS Kegelspitz

Test RWS KS in 243. Winchester

RWS KS in 243. Winchester

Die Bockjagd geht seit 1. Mai und im heurigen Jahr habe ich mir vor allem die Mauser 66 im Kaliber 243. Winchester mit auf den Hochsitz genommen. Bisher habe ich einen Bock und ein Schmalgeiss erlegen können. Einige Böcke habe ich in den vergangenen Jahren bereits mit der 243. Win. zur Strecke gebracht, ebenso wie einige Füchse.

Im Moment verwende ich das Kegelspitz (KS) Geschoss von RWS. Zum Kaliber 243. Winchester muss man nicht viel sagen, es ist ein beliebtes Rehwildkaliber und reicht auch noch wenn ein Überläufer oder ein Schmaltier vorbei kommt, wie mir viele Jagdkollegen bestätigt haben. Auch auf Gamswild tut die Weitschusspatrone gute Dienste. Mit 2100 Joule bei 100 Meter ist die Patrone für Hochwild zugelassen, zumindest in Österreich, in Deutschland ist sie mit ihren  6mm Geschossdurchmesser nur für Rehwild je nach Bundesland erlaubt. Das Geschoß hat 6,2 Gramm und soll beim Aufprall kontrolliert aufpilzen. Die GEE liegt bei 187 Meter, das Geschoß fällt bei 250 Meter 11,2 Zentimeter. Genaue Daten gibt es auf der Herstellerseite.

Meine Erfahrungen mit der 243. Winchester 
Zur RWS KS in 243. Win. kann ich nur sagen, die Präzision ist sehr gut, limitierender Faktor bin ziemlich sicher ich als Schütze. Zur Wirkung kann ich nur sagen, dass bis jetzt alles Rehwild, bei guten Treffern hinter dem Blatt noch eine etwa 40 bis 60 Meter weite Todflucht hatte. Bei einem zu hohen Treffer, lag der Bock an Ort und Stelle im Wundbett und war noch nicht verendet, was an dem schlechten Schuss lag. Bei den beschossenen Füchsen gab es auch bei guten Treffern Fluchten, hier war die Entfernung zum Ziel allerdings immer sehr gering. Schweiß und Ausschuss waren so gut wie immer vorhanden. Das Wildbret beim Rehwild war durchaus verwertbar, an den Rippen gab es Hämatome, aber die Rippen verwerte ich meist nicht mit. Die beliebte Rehwildpatrone ist in unseren Revieren sicher ausreichend, wenn nicht gerade der 150 Kilogramm Keiler vorbei spaziert.

IMG_4113Ich werde das RWS Kegelspitz Geschoß demnächst allerdings gegen ein Verbundgeschoß austauschen, auch wenn die Fluchten nicht sehr weit waren, ist es mir lieber, der Bock oder das Kitz sind an den Platz gebannt und es gibt keine Nachsuche.

Schmalgeiss
Eine meiner letzten Erfahrung mit der 243. Winchester RWS KS im heurigen Frühjahr. Diese Schmalgeiss, habe ich auf etwa 90 Meter mit der 243. Winchester RWS Kegelspitz beschossen. Der Schuss lag etwas hinter dem Blatt, da das Stück ein wenig schräg stand, war der Ausschuss weiter hinten am Wildkörper. Das Reh flüchtete noch etwa 60 bis 70 Meter in den Wald. So hatte mein Hund auch eine kleine Schweissübung. Das Wildbret war durchaus vewertbar, bis auf einige Rippenteile. Grundsätzlich ist das Geschoss von RWS in Ordnung, auf kurze Distanzen ist die 243. Winchester zu rasant und das Kegelspitz bei leichtem Wild etwas zu hart, wie ich finde. Jagdkollegen mit Teilmantel Geschossen haben bessere Erfahrungen. Ich will die 243 Win. auf jeden Fall weiter nutzen, weil der geringe Rückstoß und die gestreckte Flugbahn mir sehr zusagen. Auch die Mauser 66, die ich geerbt habe, tut gute Dienste, demnächst will ich den Abzug überarbeiten lassen. Es soll ein Flintenabzug eingebaut werden, statt dem Deutschen Stecher.

Waidmannsheil!

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Swarovski Habicht SL 8x56, Fernglas, Feldstecher

Welches Fernglas für die Jagd?

Grundausrüstung für jeden Jäger ist sein Fernglas. Aber welche Optik braucht der Waidmann von heute, hier ein kleiner Leitfaden für die Entscheidungsfindung, welches Fernglas passen könnte.

Fernglas für die Pirsch
Auf der Pirsch kann jeder Kilo zu viel sein den man mit sich herum schleppt, was nützt einem das klobige Fernglas wenn man es im Rucksack trägt, statt um den Hals. Ein handliches 8×30 mm, wie das Steiner Ranger 8×30, ist leicht und kompakt, die Nachttauglichkeit ist natürlich nicht gegeben, wie bei einem größeren Glas. Für die Tagespirsch auf Rehbock ist es aber allemal geeignet. Jeder große Hersteller ob Zeiss, Swarovski oder Minox bietet Ferngläser in dieser Kategorie an. Die Preisspanne reicht von etwas mehr als 200 Euro bis hin zu mehr als 1000 Euro bei den Premiumherstellern.Steiner Nighthunter xtreme 8x30

Fernglas für den Nachtansitz
Für den Ansitz auf Schwarzwild an der Kirrung, braucht es die richtige Optik, um die Schwarzkittel auch noch bei schlechtem Licht richtig anzusprechen. Ich verwende hierfür das Swarovski Habicht SL 8x56mm aber auch jeder andere Hersteller bietet Feldstecher in dieser Kategorie an. Durch den großen Linsendurchmesser von 56mm fängt die Optik mehr Licht ein und bietet so ein Bild mit mehr Kontrast und Details. Die Preise variieren hier sehr stark und Qualität geht natürlich ins Geld. Ab etwa 600 Euro beginnen qualitativ hochwertige Modelle, die Preise gipfeln bei Swarovski, Zeiss und Leica bei mehr als 2000 Euro für ein Fernglas.Swarovski Habicht SL 8x56, Fernglas, Feldstecher

Allrounder für Natur und Revier, Ferngläser mit 42mm Durchmesser
Auf der Pirsch, im Auto oder auch am Hochsitz it 42mm Durchmesser ist man immer gut bedient. Ich werde demnächst einen Test vom älteren Kahles Modell schreiben mit 8x42mm. Bis in die Dämmerung funktioniert auch dieser Glasdurchmesser ganz gut.
Kahles Fernglas

 

 

 

Fazit
Letztendlich ist es Geschmackssache, welche Marke und welchen Durchmesser man für die Jagd nimmt. Ein 8x42mm ist sicher am universellsten einsetzbar, sitzt man oft bei Mond an der Kirrung, wird ein 8x56mm sicher Vorteile bringen. Ob es wirklich ein Premiumglas von den großen Herstellern sein muss, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin mit meinem Swarovski Habicht SL 8x56mm mehr als zufrieden, auch wenn es nicht mehr das neueste Modell ist.

Vorbereitung auf die Bockjagd

Die Tage werden länger und der Aufgang der Bockjagd rückt immer näher. Am 16. April ist es bei uns in Österreich so weit und die Klasse II Böcke und Schmalgaißen sind zum Abschuss frei gegeben. Frühe Abschüsse sind angebracht, denn wartet man zu lange, sind die jungen Böcke verschwunden und tauchen dann meist nach der Schusszeit wieder auf der Bühne auf. Hier ein paar Anregungen was es für die Bockjagd braucht und was hilfreich sein kann.

Ausrüstung
Wenn das Schonzeitgewehr wieder im Waffenschrank verschwindet, sollte man die Rehwildwaffe in Augenschein nehmen. Sind die Zielfernrohr Linsen sauber, funktioniert der Rotpunkt, oder war er über die Winterzeit eingeschaltet? Wie sieht es mit der Munition aus, ich habe mir heuer für meine Rehwildabschüsse eine bleifreie Munition zugelegt. Ich habe vor in der heurigen Saison vermehrt die .243 Win. für Bock, Kitz und Co. zu verwenden. Verschossen aus einer Mauser, über die ich demnächst einen Post schreiben werde.

Training
Jene, die  über die Wintermonate nicht  geschossen haben, lohnt sich ein Besuch am Schießplatz. Ein paar Probeschüsse, ob noch alles richtig eingestellt ist, geben auch auf der Jagd Sicherheit und dem Wild ist man es schuldig, um waidgerecht jagen zu können. Auch mein Kahles auf meiner Steyr Mannlicher hat sich über den Winter schon verstellt, dass ich 17 Zentimeter Tiefschüsse hatte. Ein bisschen Schießtraining macht natürlich auch Spass.
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Wo stehen die Böcke?
Schon vor der Schusszeit sollte man sich die Zeit nehmen und ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten, wo stehen die Knöpfler, wo die guten Böcke, wann haben sie verfegt und so weiter. Man bekommt einfach ein besseres Gespür fürs Revier und verschafft sich Sicherheit beim Ansprechen des Rehwilds. Hilfreich sind hier Wildkameras, die ich heuer im Winter bei den Rehwildfütterungen aufgestellt hatte. Auch eine kleine Expedition mit der Kamera verschaffte mir Aufschluss über die Böcke im Revier. Zwei Knopfböcke konnte ich bereits ausmachen, die hoffentlich auch nach dem 16. April noch so regelmäßig auf diesem Feld stehen und wir sie nicht neben der Straße auflesen.

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Rehbock noch im Bast und etwas überbeichtet, aber das wird schon noch

Passt die Ausrüstung, die Probeschüsse landen in der 10 und die Böcke sind ausgemacht, kann man nur mehr warten, bis die Bockjagd aufgeht. Dazu kann ich allen Jägern nur Waidmannsheil  und einen guten Anblick wünschen!

Rehbock

Rehbock, 2015, Burgenland C: BlogimGruenen

Erste Eindrücke IWA 2016

Die IWA 2016  läuft gerade in Nürnberg. Jagdblog.me war am ersten Tag vor Ort, um ein paar Eindrücke von der größten internationalen Fachmesse für Jagd und Schießsport, Outdoor Equipment sowie Ausrüstung für den Einsatz in der zivilen und behördlichen Sicherheit zu sammeln. Es gibt viel zu sehen und es ist weit zum Gehen, die Messe Nürnberg beherbergt an diesem Wochenende das Who is Who der Jagd und Outdoorszene. Blaser präsentierte die neue Flinte Blaser F16 und sie liegt gut in der Hand und schaut auch wertig aus, was man für einen Preis von ab etwa 2800 Euro natürlich auch erwarten kann.

Egal ob Zielfernrohrhersteller, Waffenproduzenten oder Munitionsfabrikanten, jegliche bekannten Firmennamen sind auf der IWA vertreten. Es wird verhandelt und im großen Stil verkauft. Von der Kanone bis zum Taschenmesser und von Schnapsgläsern bis zum Schießsimulator findet man alles rund ums Thema Waffen und Munition und Outdoorwerkzeug sowie Kleidung.

43. IWA

Die IWA OutdoorClassics hat von  4. bis 7. März 2016 geöffnet. Hersteller und Fachhändler aus aller Welt sind in Nürnberg zu Gast – in diesem Jahr gibt es rund 1.455 Aussteller und es werden ca. 43.000 Fachbesucher  aus mehr als 120 Nationen im Messezentrum Nürnberg erwartet. Die Fotos vom Samstag und Neuigkeiten von der Messe werde ich demnächst online stellen.

Schießkino Springer’s Erben

Mitten im 8. Bezirk in Wien ist das Springer und Erben Geschäft. In der unscheinbaren Josefsgasse 10, geht es mit dem Schießinstruktor in den Keller. Auf 20 Meter kann der Schütze die Leinwand ins Visier nehmen. 5×2 Meter ist die Leinwand des Schießkinos groß. Bis zu vier Personen können gleichzeitig trainieren. Es gibt verschiedene jagdliche Filme, vom Sautreiben über den ziehenden Hirsch oder den anlaufenden Vogelstrauß können Schüsse abgegeben werden.

Ich war mit einer Jagdfreundin dort, um den Schuss auf flüchtendes Wild zu trainieren. Ein Instruktor erklärte uns den richtigen Stand und die besten Haltepunkte für den flüchtigen Schuss. Die Filmsequenzen sind in Szenen aufgeteilt und simulieren ein reales Treiben, mal wechselt eine hochflüchtige Rotte an, oder die Wildschweine kommen immer wieder sichernd langsam auf die Leinwand. Ist die Abfolge der Sequenzen nach ein paar Minuten vorbei, kann man die abgegeben Schüsse einzeln durchgehen. Man sieht die Treffer und auch welche Schüsse daneben gegangen sind. Es sind viele daneben gegangen.

Die meisten Treffer waren zu tief, Grund dafür zu schnelles durchziehen des Abzugs. Nach etwas Trockentraining am Abzug meiner Browning X-Bolt konnten wir beide unser Schussbild deutlich verbessern und die eine oder andere Sau virtuell erlegen. Unser beider Fehler wurde behoben, da wir den Finger auf den Abzug legten, warteten und langsam den Druckpunkt des Flintenabzuges kommen ließen. Ob es bei einer realen Drückjagdsituation auch so funktioniert, werden wir auf jeden Fall testen.

Fazit:

Ein Besuch im Schießkino von Springer’s Erben lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Preis nicht gerade billig ist. 50 Minuten schießen mit der Langwaffe kosten 120 Euro, zu zweit ist es nur mehr halb so schlimm. Bevor man sich auf einer Drück- oder Treibjagd auf echtes Wild versucht, sollte man dieses Geld investieren. IMG_3517

Die Kosten (Stand Feber 2016):

Filmsequenzen und sich bewegende Ziele (Langwaffe)
1 Einheit*, 25 Min. effektive Schießzeit          € 70,00
2 Einheiten*, 50 Min. effektive Schießzeit     € 120,00
jede zusätzliche Einheit*                                  € 60,00

Filmsequenzen und sich bewegende Ziele (Faustfeuerwaffe)
1 Einheit*, 25 Min. effektive Schießzeit          € 60,00
2 Einheiten*, 50 Min. effektive Schießzeit     € 99,00
jede zusätzliche Einheit*                                  € 50,00