Wolf

Ein Wolf ist kein Schoßhund

Die Wölfe retten die Natur. Sie werden die Jäger ablösen. Die scheuen Raubtiere aus den Fernsehdokumentationen tun natürlich keinem Menschen was zu Leide. Vor allem in der Stadt gibt es die Wolfflüsterer, die sich die wilde Natur mit Großraubtieren herbeisehnen. In den Alpen oder im Waldviertel, wo im Vergleich zum 7. Bezirk in Wien, kaum jemand wohnt, dort kann sich Isegrim ausbreiten, „wir freuen uns darüber“, so die Meinung der naturfremden Naturfreunde. Die paar Bauern – bekommen eh Förderungen und sollen nicht jammern, wenn ein Schaf oder Kalb gerissen wird. Das ist die Natur.

„Das ist die Natur“

Der Mensch ist nicht  seit Jahrhunderten an der Spitze der Nahrungskette, weil er den Wolf und andere Großräuber über Jahrhunderte geschont hat. Man hat die Nutztiere verteidigt, die Raubtiere weg von den Siedlungen getrieben, man hatte Angst vor den Räubern.

Durch ihre hoch entwickelte soziale Struktur und ihre Gerissenheit, passen sich die Wölfe schnell an neue Gegebenheiten an. Denn wenn sie nicht bejagt werden, werden sie sich unweigerlich immer näher an unsere Dörfer wagen. Die Scheu geht verloren, es kann ihnen nichts passieren. In unserer Kulturlandschaft, die mit einer Wildnis nichts mehr zu tun hat, muss der Wolf nur mehr auf den Straßenverkehr achten. Will sich das Rudel   bei der Jagd nicht anstrengen, gibt es genügend Nutztiere. Die Kuhweide wird zum Buffet für die Räuber. Zäune halten sie nicht auf. All you can eat, steht am Speiseplan, wobei es bei dem Raubtier eher heißen muss, all you can kill.

Die Kuhweide wird zum Buffet für die Räuber.

In Griechenland haben Wölfe eine wandernde Engländerin zur Beute erkoren. In Österreich ist es noch unwahrscheinlich von einem Wolf angegriffen zu werden. Trotzdem kann man es nicht ausschließen. Denn die leichteste Beute, ist den Wölfen gerade genehm. Das können verirrte Wanderer am Berg sein, spielende Kinder im Wald oder der Haushund der gerade auf der Wiese unterwegs ist.

Natürlich für die Tierschützer in der Stadt, stellt der flauschige, schlaue Wolf keinerlei Gefahr dar. Er ist ja scheu und fürchtet sich vorm bösen Menschen, der ihn fast ausgerottet hat. In einer Welt in der die Lebensmittel aus dem Supermarkt kommen und die Tierschützer vorm Computer sitzen und auf Facebook als Wolfsexperten ihre Expertisen vom zahmen Wolf proklamieren, sollte man sich darauf besinnen, dass die Romantisierung der Raubtiere nichts bringt.

Ein Wolf ist kein zahmer Hund, er kann gefährlich sein und er muss in unserer Kulturlandschaft bejagt werden. Sonst ist es bald vorbei mit dem scheuen Räuber und es wird sie geben die Problemwölfe – vermutlich nicht im 7. Bezirk – aber am Land. Genau hier sollten auch die Entscheidungen getroffen werden und nicht in der Stadt, in den Büros der NGO’s, die mit dem süßen Wolf ihr Geld verdienen. Die Landwirte und die Jägerschaft müssen sich dem Problem annehmen. Man muss den Wolf nicht ausrotten, ihn aber doch seine Grenzen aufzeigen.

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„Fuchs du hast die Gans gestohlen“ für Veganerin zu tierfeindlich

Das Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, war die Melodie des Limburger Rathauses. Die deutsche Stadt hat nun nach Protesten einer Veganerin, weil das Lied „Tierfeindliche Inhalte“ hat, die Melodie geändert, wie die Nassauische Neue Presse berichtet. Viele Internetportale und Zeitungen haben den Bericht aufgegriffen. Jeder normale Mensch wird sich auf den Kopf greifen.

Tierfeindlich ist es nicht etwa wegen der gestohlenen Gans, oder weil der Dieb mit Mäusebraten Vorlieb nehmen soll. Nein, die Zeile „… sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr „, war der Grund für die Beschwerde, heißt es.

Die vegane Bürgerin, habe den Bürgermeister „freundlich“ um eine Änderung gebeten und dieser habe der Frau „unspektakulär einen kleinen Gefallen erweisen“ wollen, berichtet die Zeitung.  Wie Bürgermeister Marius Hahn weiter sagt, gibt es eine Liste mit Liedern, die das Glockenspiel anstimmt, und die Lieder werden immer wieder einmal gewechselt. Der Fuchs sei damit also nicht ganz verbannt, sondern die Melodie werde von dem Glockenspiel auch wieder angestimmt werden.

 

Probleme mit dem Wolf in Madrid

Drei Wolfrudel sollen in der rund 8000 Quadratkilometer großen Region im Zentrum von Spanien rund um die Hauptstadt Madrid ihre Fährten ziehen. Durch den Schutz wachsen die Rudel von Jahr zu Jahr an. Insgesamt soll es in Spanien rund 2000 Wölfe geben, den größten Bestand in Westeuropa.

Wie der Guardian berichtet, verdoppelt die Regionalregierung von Madrid nun den Entschädigungsfonds für Bauern, die durch Wolfrisse ihre Tiere verlieren. Denn die Wolfattacken entwickelten sich von unter 20 im jahr 2012 und 2013, auf 91 im Jahr 2015 und heuer zählte man bereits 209 gerissene Nutztiere.

2016 stehen 60.000 Euro an Entschädigungen für die Landwirte bereit, viel zu wenig in Anbetracht des Schadens, den die Wölfe angerichtet haben. Im nächsten Jahr sollen 120.000 Euro zur Verfügung stehen, zitiert der Guardian einen Regierungssprecher. 500 Euro bekommen Bauern für ein gerissenes Schaf oder eine Ziege, 1000 Euro für eine Kuh oder ein Pferd.

Die Wölfe werden streng geschützt. Den Bauern wird empfohlen ihre Tiere durch Elektrozäune zu schützen. Die Wölfe kommen auch immer näher an die Siedlungen, reißen dort Tiere und verschwinden wieder.