Test: ESEE-6 – die Axt im Walde

Das ist ein Messer! – wie es schon Crocodile Dundee ausgedrückt hat. Mit dem ESEE-6 hätte der Australier sicher seine Freude. Als Jäger, ist so ein Messer im Normalfall nicht nötig, bis man es  erst ein Mal in der Hand hat. Dann sieht die Sache wieder anders aus.

Kurz zur Firma ESEE Knives. Der Name ist eine Abkürzung von Escuela de Supervivencia (Survivalschule) Escape, Evasion. 1997 haben Jeff Randall und Mike Perrin  mit Randalls Adventure and Training begonnen. Im Jungle von Peru vermittelten sie ihr Wissen um Survivaltechniken, unter anderem an die Peruanische Luftwaffe. Nach einigen Jahren gründeten sie ein zweites Unternehmen, um hochqualitative Messer und Ausrüstung herzustellen. Mehr Infos dazu auf der Website.

ESEE-6 Messer C:jagdblog.me

ESEE-6 Messer

Zurück zum ESEE-6 es ist wie schon oben geschrieben, ein großes Messer. Mit 30 Zentimeter Gesamtlänge ist es sicher nicht zum täglich dabei haben, außer man wohnt im Wald oder im australischen Outback. Es ist  fürs Aufbrechen von Wild oder zum aus der Decke schlagen von einem Reh etwas überdimensioniert. Für Revierarbeiten kann es aber durchaus nützlich sein, wenn etwas Gebüsch durchforstet werden muss oder eine Leitersprosse  angefertigt werden muss. Wie man zum Batoning steht, sei dahingestellt, mit diesem Messer funktioniert es jedenfalls einwandfrei. Ein Holzstück zu spalten, ist für das ESEE-6 kein Problem, sollte mal die Axt vergessen werden.

ESEE-6 Messer

ESEE-6 Messer

Die Full Tang  Klinge ist aus Kohlenstoffstahl und hat am Griffende eine Öse für ein Lanyard. Die Pulverbeschichtung schützt die Klinge gegen die  Rostanfälligkeit des Kohlenstoffstahls. Die Micarta Griffe geben guten Halt. Generell liegt das doch recht schwere Messer gut in der Hand. Für feinere Arbeiten gibt es eine Aussparung auf der Klinge, wo der Zeigefinger hineingelegt werden kann, damit liegt der Daumen auch automatisch auf der gerillten Oberseite der Klinge.  Nichts desto trotz für Feinarbeiten gibt es sicher bessere Klingen. Messerscheide ist im Lieferumfang keine enthalten, aber es gibt mehrere zur Auswahl, die rund 30 Euro kosten.

Fazit
Das Messer fühlt sich hochwertig an, es wird rasiermesserscharf und liegt sehr gut in der Hand. Bein einem Preis von etwa 120 Euro bekommt man wirklich viel Survivalmesser für sein Geld. Für die Jagd ist es nur bedingt einsetzbar, aber beim Campingurlaub oder für Revierarbeiten ist es brauchbar.  Das ESSE-6 ist jedenfalls ein Messer für die Ewigkeit. So wie bei allen Modellen der Firma gibt es eine weltweite, lebenslange Garantie. Sollte das ESEE je zerbrechen, wird es gratis repariert oder ausgetauscht.

ESEE-6 Messer

ESEE-6 Messer

Hier noch ein paar Daten:

  • Länge: 30 cm
  • Klingenlänge: 16,5 cm
  • Klingenstärke: 4,7 mm
  • Stahl: 1095 Carbon, 55-57 Rc
  • Beschichtung: Textured Powder Coat
  • Drop Point Klinge, Full Flat Grind
  • Gewicht: 340 Gramm
  • Griffe: Leinen Micarta

 

Advertisements
Glock Feldmesser 78

Test Glock Feldmesser 78

Grundsätzlich ist ein Feldmesser, ein Messer für Soldaten. Ein Alleskönner im Kampf, in Feld und Flur. Es soll vom Brot schneiden bis zur Waffe im Nahkampf alles sein. Beim österreichischen Bundesheer gehört das Glock Feldmesser 78 zur Grundausstattung jedes Soldaten.

Bei vielen Outdoorfans ist es ein beliebter Begleiter und auch auf der Jagd, kann das Glock Feldmesser eingesetzt werden. In den 70er Jahren von der Firma Glock für das österreichische Bundesheer entwickelt, hat das Messer bis heute nichts an seinen Qualitäten verloren. Holzspalten, graben, Dosen oder Flaschen öffnen und vieles mehr ist mit dem Feldmesser kein Problem. Robust ist die fünf Millimeter starke Klinge. Der Federstahl mit seinem Härtegrad (HRC55) ist nicht rostfrei und ab und zu sollte die Klinge geölt werden. Die Parierstange dient auch als Kapselheber, der beim Bundesheer oft zum Einsatz kommt.

Mit einer Gesamtlänge von 29 Zentimetern, macht das Feldmesser was her. Die Klinge ist 16,5 Zentimeter lang und somit ist es auch für das Abfangen von Wild geeignet. Der Stahl lässt sich leicht schärfen und das Abnicken von Wild ist ebenso möglich, da die Klinge nur etwas mehr als zwei Zentimeter breit ist. Zum Aufbrechen von Schalenwild gibt es sicher geeignetere Werkzeuge, zur Not kann man es aber natürlich mit dem Feldmesser bewerkstelligen.

IMG_5143Der Griff liegt gut in der Hand, die mitgelieferte Plastikscheide ist praktisch. Durch ein gut hörbares Klicken arretiert das Messer darin. Zum Nachsuchen von Wild, kann ich das Glock Feldmesser empfehlen und hier wird es bei mir auch zum Einsatz kommen. Als Überlebnsmesser oder für Outdoorzwecke gibt es sicher funktionalere Messer, aber durch den günstigen Preis von etwa 36 Euro, kann es als Backup gekauft werden. Wie in zahlreichen youtube Videos zu sehen, kann man das Feldmesser für fast alle Arbeiten verwenden. Auch als Wurfmesser eignet es sich. Zu haben ist es in den Farben schwarz, sand oder oliv. Ich besitze die „normale“ Ausführung mit geraden Rücken, mit einer Art Sägeverzahnung  gibt es das Modell 81.

Fazit
Wer die feine Klinge sucht, ist mit dem Glock Feldmesser sicher nicht gut beraten. Wer einen Allrounder zum kleinen Preis sucht und hie und da ein Messer zum Campen oder für den Wald braucht ist gut bedient. Auch als Backup im Rucksack oder für die Nachsuche zum Abfangen von Wild, ist das Glock Feldmesser geeignet.