Streifzug durch die IWA Teil 2 Jagdwaffen

In Sachen Jagdwaffen ließ die Messe in Nürnberg keine Wünsche offen. Vom .700 Elefantendrilling, bis hin zur Low-Budget-Büchse war alles dabei. Es wurden auch einige Neuheiten präsentiert. Hier liste ich meine Favoriten auf, in Sachen Jagdwaffen auf.

Ganz vorne dabei ist die neue Tikka T3x. Die Finnen bieten zig Variationen für jeden Geschmack. Vom taktischen Scharfschützengewehr bis zum Holzschaft Jagdgewehr wird eine Vielzahl an Modellen angeboten. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und vom Preis-Leistungsverhältnis sind die Waffen wirklich eine Klasse für sich. img_3772

Besonders gut gefallen haben mir auch die Ruger Büchsen, wie Gunsite Scout oder die American Rifle in den unterschiedlichsten Ausführungen. Browning stellte einige neue Versionen der X-Bolt Reihe vor. Wie hier die X-Bolt SF Long Range McMillan. Mit Mündungsbremse und mit Camo Kunststoffschaft, der sehr gut in der Hand liegt. Auch hier gibt es viele Modelle und die Browning X-Bolt sind qualitativ und preislich wirklich attraktiv. img_3858

Beim Blaser Stand setzt die Vernunft in Sachen guter, preiswerter Waffen natürlich aus. Die Blaser R8 Professional liegt einfach perfekt in der Hand und ein Haben-Wollen-Effekt ist sofort da. Bis man auf den Preis schaut. Grundsolide Waffen, bei denen wirklich bis ins Detail alles passt. Ebenfalls überzeugt haben mich die Merkel Helix Geradezugrepetierer, die qualitativ der Blaser um nichts nachstehen.

Die österreichischen Hersteller wie Steyr Mannlicher, Rössler Waffen oder Voere waren ebenfalls vertreten und präsentierten ihre Produkte. Rössler hat die Titan 6 in mehreren Versionen ausgestellt, die einen grundsoliden Eindruck machte. Hier noch eine Slideshow mit Fotos von der Messe.

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Streifzug durch die IWA 2017 in Nürnberg Teil 1 Optiken

Was für den Veganer der Schlachthof ist, ist für den Pazifisten die IWA. Nürnberg steht zur Messezeit ganz im Zeichen der Jagd und des Sportschießens. Die Branche trifft sich hier. Neuigkeiten werden präsentiert. Das Fachpublikum kommt aus der ganzen Welt nach Süddeutschland.

Nach fast 20 Kilometern in eineinhalb Tagen auf der Messe, gab es hunderte Eindrücke von den mehr als 1500 Ausstellern aus aller Welt. Hier werde ich einige Höhepunkte präsentieren.

Ich muss sagen, die Highlights lieferten heuer die österreichischen Firmen, das schreibe ich nicht aus Patriotismus. Aber hier einige Beispiele. Das Swarovski dS 5-25×52 PL. Ein Schritt in die Zukunft von Zieloptiken. Wie es sich im Jagdalltag schlägt wird sich zeigen. Aussehen tut es ganz gut und von einer Swarovski Optik erwartet man sich Topleistung, überhaupt bei einem Preis von mehreren tausend Euro.

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Swarovski dS 5-25×52 PL

Das dS projiziert relevante Informationen ablenkungsfrei und in Echtzeit in das Sichtfeld und zeigt automatisch den korrekten Haltepunkt an. Dabei berücksichtigt es alle entscheidenden Faktoren wie Entfernung, Luftdruck, Temperatur und Winkel. Manuelles Einstellen ist nicht nötig. Die Berechnung des Haltepunktes erfolgt nach den individuellen ballistischen Daten der Waffen-Munitions-Kombination. Diese werden über die dS Configurator-App eingegeben und die berechnete ballistische Kurve direkt via Bluetooth auf das dS übertragen. 

 

Kahles überzeugt ebenfalls mit der neuen Helia Reihe und auch sonst sind die Optiken am viel frequentierten Stand der Österreicher sehr gefragt. img_3761

Auch die militärischen Visierungen können durch ein klares Bild überzeugen, einzig optisch passen diese Zielfernrohre vielleicht nicht ganz auf einen schlanken Pirschstutzen. Hier passt die Helia Reihe sicher besser.

Die deutschen Premiumhersteller präsentierten ebenfalls einige Neuigkeiten. Zeiss mit der neuen Conquest V6 Serie, die für alle jagdlichen Belange eine Optik hat. Von der Drückjagd bis zur Ansitzjagd ist alles dabei. Qualitativ sind die Zielfernrohre nach der ersten Begutachtung hervorragend. img_3816

Bei der Terra Serie, die im untersten Preissegment von Zeiss angesiedelt ist, merkt man natürlich den Qualitätsunterschied, aber wer ein preisgünstiges Zielfernrohr sucht, ist hier sicher gut bedient.img_3818

Leica konnte mich mit der Visus Reihe nicht überzeugen, die Gläser wirken doch recht billig, in der Haptik und auch optisch habe ich einige bessere Gläser auf der Messe in der Hand gehabt, die teilweise auch billiger waren.

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Steiner kann mit der neuen Ranger Linie auftrumpfen, die sie verbessert haben. Auch die Nighthunter Gläser gibt es zum 70 Jahre Jubiläum. Technisch sollen die Gläser ausgefeilter sein. Preislich wurden die Optiken auch attraktiver gestaltet. Mich konnten die Steiner Gläser wieder aufs Neue überzeugen, von der Drückjagdoptik bis zum Long Range Zielfernrohr, die Qualität stimmt.

Für die Ansitzjagd von der Dämmerung bis in die Nacht. Optimale Lichtausnutzung zur sicheren Ansprache selbst bei geringem Restlicht. 56 mm Objektiv für höchste Lichttransmission und außergewöhnliche Klarheit. Bis tief in die Nacht auch auf weite Entfernungen höchste Vergrößerung und Detailerkennbarkeit für präzises Anhalten und den waidgerechten Schuss. Seitliche Parallaxeneinstellung erhöht Schärfe und minimiert die Treffpunktabweichung.

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Hier noch ein paar Bilder, im zweiten Teil des IWA Streifzugs werde ich über die Gewehre schreiben.

IWA 2017 startet am Freitag

Die IWA Outdoor Classic ist die größte Fachmesse für Jagd und Schießsport, Outdoor Equipment sowie Ausrüstung für den Einsatz in der zivilen und behördlichen Sicherheit. Am Freitag startet die Schau in Nürnberg und alle namhaften Hersteller von Jagd- und Sportwaffen werden ihre Produkte dem Fachpublikum präsentieren.

2016 waren 1.455 Aussteller auf einer Gesamtausstellungsfläche von fast 95.000 m2 in zehn Hallen des Messezentrums Nürnberg sowie e 45.530 Fachbesucher aus aller Welt vor Ort. jagdblog.me wird auch heuer dabei sein und von den Neuigkeiten auf der Messe berichten.

Pistole oder Revolver für die Jagd

Braucht der Jäger eine Kurzwaffe, oder nicht? Diese Frage werden sich schon viele gestellt haben. Meiner Meinung nach, kann eine Pistole oder ein Revolver nicht schaden, wenn er bei der Jagd geführt wird. Was in Österreich hinderlich ist, dass man einen Waffenpass braucht, um eine geladene Kurzwaffe zu führen, nur der Jagdschein samt Waffenbesitzkarte reicht nicht. Ein Waffenpass ist im Moment aber kaum zu bekommen.

Gehen wir davon aus, wir dürfen eine Kurzwaffe führen, welche ist die Richtige für den Jäger. Als erstes muss entschieden werden Pistole oder Revolver. Um diese Entscheidung zu treffen, sollte klar sein, was die Hauptaufgabe für die Kurzwaffe ist.  Sind es Fangschüsse für den Marder oder Fuchs in der Falle, Fangschüsse für das angefahrene oder angeschweißte Reh oder geht es mit der Kurzwaffe ins Dickicht, um einem Wildschwein oder Rotwild den Fangschuss anzutragen.

Eine Pistole
Als reine Fallenwaffe wird eine 22 l.r. Pistole oder eine 9mm Para auf jeden Fall reichen. Die 9 mm kann man mit der richtigen Munition auch für noch lebendes Fallwild oder ein angeschweißtes Reh verwenden, bei einem guten Treffersitz, wird der Jäger Erfolg haben. 9 mm ist ein klassisches Pistolenkaliber, die Auswahl in diesem Kaliber an Handfeuerwaffen ist riesig, angefangen von den diversen Glock  Pistolen, die es in allen Größen gibt, bis hin zur Steyr A1 Serie, Beretta, HK, Sigsauer oder CZ, um nur einige zu nennen. Durch die billige 9mm Munition, kostet der Besuch am Schießstand nicht ganz so viel. Mit einer Glock 17 in 9 mm ist man um etwa 700 Euro schon dabei. Zubehör ist auch recht günstig, wie Lichtmodule, die bei der Nachsuche sehr hilfreich sein können, da keine Taschenlampe mehr extra gehalten werden muss.

Bei den stärkeren Pistolenkalibern wird es etwas teurer, natürlich bringen diese mehr Leistung ins Ziel und sind auch für den Fangschuss auf Schwarz- und Rotwild geeignet. 45.S&W oder 10mm Auto seien hier genannt. Die Munition ist um einiges teurer, aber die Energie die im Wildkörper abgegeben wird, ist ebenso höher.

Ein Revolver
Wer regelmäßig auf Schwarzwild oder Rotwild waidwerkt oder Schweißhundeführer ist, wird wenn er nicht sowieso eine spezielle Langwaffe für diesen Einsatz hat, eher auf einen Revolver zurückgreifen. 357. Magnum oder 44. Magnum haben genügend Durchschlagskraft, auch für schwerere Stücke, vorausgesetzt der Schuss sitzt. Natürlich ist es für den ungeübten Schützen nicht einfach, eine 44. Magnum mehrmals schnell abzufeuern. Deshalb sollte auch hier unbedingt am Stand geübt werden. Vorteile vom Revolver ist die einfache Technik, zündet eine Patrone nicht, drückt man weiter ab und feuert die nächste ab. So sind die Revolver ein verlässlicher Begleiter.

Training
Das Training mit der Kurzwaffe ist jedenfalls wichtig, da sie meistens in stressigen Situation zum Einsatz kommt.

Letzten Endes ist es Geschmackssache ob man sich einen Revolver oder eine Pistole zulegt. Ich muss sagen, am Schießstand machen beide Varianten Spass, im Revier muss man sich im Klaren sein, was die Hauptaufgaben sind.

Waidmannsheil

„Fuchs du hast die Gans gestohlen“ für Veganerin zu tierfeindlich

Das Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, war die Melodie des Limburger Rathauses. Die deutsche Stadt hat nun nach Protesten einer Veganerin, weil das Lied „Tierfeindliche Inhalte“ hat, die Melodie geändert, wie die Nassauische Neue Presse berichtet. Viele Internetportale und Zeitungen haben den Bericht aufgegriffen. Jeder normale Mensch wird sich auf den Kopf greifen.

Tierfeindlich ist es nicht etwa wegen der gestohlenen Gans, oder weil der Dieb mit Mäusebraten Vorlieb nehmen soll. Nein, die Zeile „… sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr „, war der Grund für die Beschwerde, heißt es.

Die vegane Bürgerin, habe den Bürgermeister „freundlich“ um eine Änderung gebeten und dieser habe der Frau „unspektakulär einen kleinen Gefallen erweisen“ wollen, berichtet die Zeitung.  Wie Bürgermeister Marius Hahn weiter sagt, gibt es eine Liste mit Liedern, die das Glockenspiel anstimmt, und die Lieder werden immer wieder einmal gewechselt. Der Fuchs sei damit also nicht ganz verbannt, sondern die Melodie werde von dem Glockenspiel auch wieder angestimmt werden.

 

Den veganen Tierrechtlern nicht das Feld überlassen

Die Jagd ist böse. Jäger sind Mörder und sowieso wer braucht sie schon, die Hobbyjäger, die auf Tiere ballern. So der Tenor der Tierrechtsaktivisten. Sie wollen das Tier höher stellen, denn der Mensch ist sowieso nur eine Bestie, der den Viecherln nachstellt, sie tötet und die Leichenteile aufisst – ekelhaft. Immer mehr sogenannte Aktivisten kämpfen für den veganen Lebensstil. Fuchs, Hase und Reh tanzen dann durch die Felder, die Jäger schälen zu Hause die Kartoffeln und bereiten das Tofu Schnitzel vor. So zumindest die abstruse Vorstellung der Tierschützer, die das Tierwohl über jenes der Menschen stellen.

Wenn es am Straflandesgericht eine Mahnwache für zwei getötete Hunde gibt. Wobei dort auch über Mord, Totschlag und andere grausige Verbrechen verhandelt wird, wo niemand eine Mahnwache abhält. Aussendungen von aus „der Mama geschnittenen Hirschkälbern oder Wildschweinföten“ die es in die Medien schaffen, ohne genaue Zeit-, Orts- oder Detailangaben. Die Jagd hat einen schweren Stand, denn im Internet wird scharf geschossen, die „perversen Mörder – sollten selber abgeschlachtet werden“ und viel anderes ist zu lesen. Sei es auf facebook oder anderen Sozialen Netzwerken. Wenn dann die selbsternannten Tierschützer, mit ihren Katzenprofilbildern, darüber sinnieren, wie schön alles wäre, gäbe es die Jagd nicht. Die Natur regelt sich von selbst, so der einfache Gedanke. Großräuber, wie Bär, Wolf oder Luchs würden sich schon um die Tierwelt kümmern, alles wäre perfekt.

Doch das ist zu kurz gedacht, wie jeder Jäger der sich mit den Abläufen in der Natur beschäftigt weiß. In unserer Kulturlandschaft mit einer dichten Besiedelung und einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung, haben diese Großräuber einfach keinen Platz. Wer den Fuchs nicht bejagen will, der gibt nichts auf Bodenbrüter und anderes Niederwild, die zu Hauf dem schlauen Räuber zum Opfer fallen. Aber die sind auch nicht so flauschig, wie die Füchse. Auch der viel herbeigesehnte Wolf, würde nicht nur die Rehpopulation regulieren, sondern eher früher als später auf die viel einfacher zu reissenden Haustiere umsatteln. Die Raubtiere verlieren die Scheu, wie man es in Deutschland bereits immer öfter sieht, wenn sie nicht bejagt werden.Wolf

Veganismus als Ziel
Die Natur ist nicht so einfach gestrickt, dass man mit einer veganen Lebensweise, einem Zeigefinger auf die Jäger und ekelhaften Kommentaren im Sozialen Netz sich als Tierschützer auszeichnet.

Die Jagd steht vor vielen Herausforderungen. Unsere Jagdverbände zumindest in Österreich scheinen zu schlafen. Richtigstellungen zu Aussendungen von Tierrechtsaktivisten sind eher eine Seltenheit als die Regel. Die Bühne wird einer Handvoll Extremisten überlassen, die hetzen und der Meute das Feindbild mit Gewehr und grünem Hut jeden Tag aufs Neue präsentieren. Mit den Tierrechtsaktivisten ist nicht zu diskutieren. Sie wollen die Jagd abschaffen, ebenso wie jede landwirtschaftliche Tierproduktion. Jeder soll vegan leben, kann nur ihr erklärtes Ziel sein.

In so einer Welt will ich nicht leben, denn die würde nur mit einer unglaublichen Einschränkung der persönlichen Freiheit einhergehen. Extremismus egal in welche Richtung ist abzulehnen. Die Jäger müssen sich organisieren und mit Aufklärung gegen die Hetze arbeiten. Lügen richtig stellen und aktiv auf die Medien zu gehen, um das Feld nicht den Tierrechtlern zu überlassen.