Rehbock C:jagdblog.me

Der etwas abnorme Maibock

Ich hatte ihn einige Male auf der Wildkamera. Kein alltäglicher Bock, auf einer Seite eine hohe Gabel, auf der anderen drei Enden. Die Stangen eng beiinander, so machte er im Bast einen wirklich starken Eindruck, als er verfegt hatte, kam er mir dann wieder schwächer vor. Aber dann nahm die Kamera dieses Bild auf und ich war mir sicher, wenn ihn Diana meinen Weg kreuzen lässt, erlege ich den Bock.

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Rehbock

Das erste Mal sah ich ihn im April, wo er definitiv nicht als Jährling frei war.  Zahlreiche Ansitze später war es schon fast 21 Uhr, als er auf der Bühne erschien. Über ein Weizenfeld kam er auf eine Wiese. Es war schon fast dunkel, da wechselte er direkt unter meinem Hochsitz vorbei und auf unserer neuen Wildäsungsfläche konnte ich ihn zu hundert Prozent ansprechen. Da war er, der Abnorme. Plötzlich sprang er ab und ich dachte schon, zu spät, das wird nichts mehr, doch der Bock verhoffte im Weizenfeld und mit meinem Kahles 3-12×56 CBX brachte ich ihn ins Absehen und konnte einen Schuss antragen. Der Bock lag im Feuer und die Freude war groß.

Geschossen habe ich mit meinem Steyr Mannlicher Stutzen mit der  308 TM von Geco auf etwa 60 Meter.    Das Alter kann ich erst nach dem Auskochen genau sagen, aber er wird mindestens 4-5 Jahre alt sein und hatte 20 Kilogramm.

Ein tolles Erlebnis und eine wirklich außergewöhnliche Trophäe.

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Waidmannsheil!

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Schmalreh C:jagdblog.me

Erster Jagderfolg im April

Der April ist ein besonderer Monat im Revier. Das Rehwild scheint ständig in Bewegung und bei mehreren Ansitzen konnte ich schon einige passende Böcke bestätigen. Mit meiner Wildkamera bei der Salzlecke, hatte ich schon einen guten Überblick über das Rehwild in meinem Teil des Reviers. Am 16. April ging dann der 2er Bock und das Schmalreh auf und am 17. April war ich am Abend draußen und konnte acht Böcke bestätigen. Darunter ein etwas abnormer und ein wirklich alter zurückgesetzter Bock. Die meisten Rehe aus diesem Revierteil, kannte ich eben schon, wie die schwache Schmalgeiß.

Schmalreh C:jagdblog.meDoch Knöpfler oder Schmalreh hatte ich zuerst keines im Anblick, bis kurz vor 20 Uhr ein Bock und drei Jährlingsstücke aus dem Wald kamen. Die schwache Schmalgeiß von der Wildkamera war dabei, also brachte ich mich mit meiner Brünner Bockbüchsflinte in Position. Die zwei Jährlingsböcke verdeckten das Schmalreh zuerst, als es frei stand, konnte ich eine Kugel antragen. Das Reh flüchtete vielleicht fünf Meter und verendete. Ich schoss mit der 5,6×52 R mit einem Teilmantelgeschoss und muss sagen, ich bin mit der Wirkung zufrieden, das Wildbret wurde nur wenig in Mitleidenschaft gezogen worden.

Mein erstes Stück Rehwild in diesem Jahr und es hat wirklich alles gepasst. 6,5 Kilo brachte die Schmale auf die Waage und das Wildbret ist bereits in der Gefriertruhe, so kann das Jagdjahr weitergehen.

Waidmannsheil!

Schmalreh c: jagdblog.me

Wolf

Angst vorm bösen Wolf?

Der Wolf geht um. Im Waldviertel, in der Südoststeiermark und im Burgenland wurde Isegrim schon mehrmals gesichtet. Wie viele Wölfe ihre Spuren in Österreich ziehen, ist nicht klar. Es dürften aber schon einige sein.  In Deutschland zeichnet sich ein ähnliches Bild. Mit dem Wolf kommen auch die Probleme für die Viehwirtschaft und mit Sicherheit auch für die Freizeitwirtschaft.

Wölfe sind faszinierende Tiere. Ihre sozialen Strukturen und ihre Art zu jagen, ist hoch interessant. Weiß man um die Klugheit der Raubtiere, ist es nur logisch, dass sie in unserer Kulturlandschaft immense Schäden anrichten können. Die Ur-Angst vom Wolf kommt nicht von irgendwo. Als die Rudel noch hier heimisch waren, war die Konkurrenz zwischen Mensch und Tier noch Alltag. Ein Spaziergang im Wald konnte böse enden.

In den Städten, in denen die „Naturschützer“, am lautesten schreien, dass die Wölfe Schutz brauchen, hat man leider am wenigsten Ahnung und ist am weitesten Weg von der Natur und der Realität. Als Jäger wird man schnell beschuldigt, den Konkurrenten ausschalten zu wollen. Ja, der Wolf ist ein Konkurrent. Er ist aber auch ein Opportunist und wird immer die am leichtesten greifbaren Beute holen. Das wird nicht der starke Rehbock oder Keiler sein. Das Kalb auf der Weide und vielleicht ein paar Kühe dazu, der freilaufende Hund beim Spaziergang oder aber die zwei Kinder, die im Wald hinterm Haus spielen, können zur Beute werden. Ein hungriges Raubtier, wird in unserer Kulturlandschaft immer auf Menschen treffen und so  irgendwann die Scheu verlieren. Was in zahlreichen Bildern und Videos bereits belegt ist.

Die großen Waldgebiete gibt es nicht mehr.  Auf den Bergen sind Wanderer und Tourengeher das ganze Jahr über unterwegs. Spaziergänger, Jogger, Geochacher und viele andere nutzen täglich die Natur. Wie die meisten Jäger wissen, herrscht in den Revieren schon kaum Ruhe für das jetzt heimische Wild. 

Die Tierschützer werden sagen, die Wölfe sind scheu. Ja, sind sie, wenn sie vom Menschen gejagt werden. Doch passiert ihnen nichts in der Gegenwart von Menschen, werden sie immer neugieriger werden. Bis einmal ein Wolf einen gestürzten Mountainbiker im Wald verkostet. Alle fordern offene Wälder und immer und überall Zugang. Ist der Wolf im Wald, wird sich auch das schlagartig ändern.  Hirsch, Wildschwein und Co. haben bis auf die Jägerschaft keine Lobby, im Gegensatz zum Wolf. Hinter ihm stehen alle Naturschutzorganisationen, denn der liebe Wolf, schaut ja wie das Hundi daheim aus, da wird gern gespendet.

In der Stadt muss niemand Angst vorm Wolf haben, dort verirrt er sich nicht hin. Am Land wird die Sache anders aussehen, es wird eine Lösung geben müssen. Vom Aussterben ist der Wolf ja nicht gerade bedroht, ohne eine Bejagung wird das Zusammenleben mit den Grauhunden in unseren Wäldern allerdings nicht lange gut gehen.

 

Treibjagd im Niederwild-Paradies

Vor Kurzem ging es nach Niederösterreich. Meine erste große Niederwildjagd stand an, in einem Revier in dem es vor Hasen nur so wimmelt. Hund und Flinte eingepackt und in der Früh ging es am Traktoranhänger zum ersten Trieb. Angestellt warteten wir auf die Hasen und sie kamen vorbei. Leider schoss ich auch vorbei und sie zogen weiter. Ohne Waidmannsheil ging es zum Mittagessen. Der Anblick war die Kälte aber Wert.

Am Nachmittag ging es in einen Windschutzgürtel. Zig Hasen flüchteten schon, als wir uns noch anstellten. Dann zogen wir mit den Hunden durch. In dem Dickicht waren zahlreiche Hasen  und Fasane eingeschoben. Dort konnte ich ebenfalls einen Hasen erlegen. Die Hunde arbeiteten sich brav durch und es kam einiges Wild zur Strecke. Danach wurden ein zweiter Windschutzgürtel durchstreift. Auch hier wieder zahlreiche flüchtende Hasen und hochsteigende Fasane. Einen Hahn konnte ich erlegen. Mein Hund konnte drei Hähne apportieren, auch für Ronja war die Situation neu, so viel Wild an einem Tag hat sie noch nie gesehen. Fürs nächste Mal muss ich vielleicht noch öfter auf den Tontaubenschießstand und den Rollhasen üben.

Es war eine wirklich perfekt organisierte Jagd mit einer unglaublichen Strecke. Hier wird das ganze Jahr über für das Niederwild gearbeitet und das schlägt sich natürlich auch beim Hasen- und Fasanenbesatz nieder. Ein Niederwildrevier wie es sein soll, wo auch mehr als tausend Hasen pro Jahr erlegt werden. Meinen Mümmler habe ich mit nach Hause genommen und der Hasenpfeffer wird demnächst kredenzt.

Waidmannsheil!

 

Schwein gehabt

Meine Sauansitze waren heuer noch nicht von Erfolg gekrönt. Einmal im Sommer kamen mir die Sauen auf 20 Meter, als ich am Boden ansaß. Leider kam ich mit meinem Gewehr bei meinem Tarnnetz Gestänge an und schon waren die Schwarzborstler verschwunden. Doch beim vergangenen Vollmond sollte es passen.

Gegen 20 Uhr bezog ich den Hochsitz bei einem Wildacker. Im Mais waren schon zwei Schneisen gehäckselt, damit man auch was sieht. Einige Stücke Rehwild wechselten an. Bei einem vorigen Ansitz dort, kam mir auf 200 Meter ein Keiler. Allein wechselte er quer zu mir über ein Rapsfeld. Viel zu schnell, um an einen Schuss zu denken. Außerdem hatte ich „nur“ meine Steyr Mannlicher in 308 Win. dabei. Dieses Mal hatte ich aufgerüstet und meine Browning X-Bolt in 30/06 Springfield mitgenommen. Davor war ich noch extra am Schießstand um die Trefferlage zu kontrollieren. C48F7BFF-3682-49C6-B5C5-6B529240D4E6

Gegen 21 Uhr sah ich den ersten Wurf einer Sau zwischen den Maispflanzen auf die gehäckselte Fläche wechseln. Die Nervosität stieg. Ein zweites Stück folgte auf die freie Fläche und wühlte im Acker. Die beiden Schweine waren etwa gleich groß. Dann waren sie plötzlich in einem Schatten verschwunden, eine dritte Sau wechselte heraus und auch gleich wieder in den Mais. Es war ein deutlich stärkeres Stück – vielleicht der Keiler?

Ich wartete  zu. Als ein Schwein weiter auf die Schneise wechselte, entschied ich mich es zu erlegen. Keiler hin oder her, eine Sau für die Küche wäre auch nicht schlecht. Durch mein Steiner Ranger Zielfernrohr konnte ich die Umrisse des Wildschweins gut erkennen. Als das Stück breit stand, drückte ich den Abzug. Die 30/06 bannte das Stück auf den Platz. Bei bestem Mondlicht konnte ich die Sau auf der Schneise ausmachen, ich wartete noch ein wenig und fuhr mit dem Auto zum Anschuss.

Als ich in das Maisfeld ging, bemerkte ich, dass das Wildschwein noch am Leben war. Schnell trug ich aus kurzer Entfernung einen Fangschuss hinter dem Teller an, doch die Sau war noch immer nicht tot. Zur Sicherheit fing ich das Stück noch mit meinem Glock Feldmesser ab. Nach wenigen Sekunden verendete die Sau. Es war eine etwa zweijährige Bache mit 55 Kilogramm.

Der erste Schuss mit der 30/06 RWS Uni Classic ging hinter dem Vorderlauf in den Wildkörper und zertrümmerte das gegenüberliegende Blatt. Deshalb konnte die Sau nicht mehr aufstehen und flüchten. Organe dürfte das Geschoß keine verletzt haben.

Mittlerweile haben wir das Wildschwein  zu Würsten und Braten verarbeitet. Die Gefriertruhe ist nun gut gefüllt mit bestem Wildbret. Zum Glück musste die Wildsau nach dem Schuss nicht lange leiden und auch eine Nachsuche blieb mir erspart. Ich hoffe beim nächsten Mal, verendet das Wildschwein beim ersten Schuss, aber leider ist das eben nicht immer möglich.  Für ein nettes Foto blieb leider keine Zeit, aber hier das Wildschwein bereits in der Bratenform.IMG_5417

Waidmannsheil und Mahlzeit!

Test Surefire EP 3 Sonic Defender Gehörschutz

Ich bin begeistert. Lange Zeit war ich mir nicht sicher, ob ich bei der Jagd mit Gehörstöpseln zu Recht komme. Ich verließ mich am Hochsitz und am Schießstand auf meine Peltor Gehörschutzbügel. Seit ich die Surefire EP3 Sonic Defender habe, sind sie mein ständiger Begleiter auf der Jagd.

Ich habe den Gehörschutz bei Kettner bestellt, um 22,95 Euro. Der Preis ist okay, obwohl es sie vermutlich irgendwo noch billiger gibt. Mitgeliefert werden die Ohrenstöpsel mit Bügel, eine Box und ein Gummiband, damit man die Stöpsel zusammenhalten kann.

Nach zwei Schüssen im Jagdbetrieb und mehreren auf dem Schießstand, kann ich sagen, dass die Leistung auf jeden Fall passt. Laut Hersteller wird der Geräuschpegel um 85 Prozent gesenkt. Ist der kleine Stöpsel auf dem Gehörschutz geöffnet,  versteht man auch gut seinen Gegenüber, zum Beispiel am Schießstand. Auf der Jagd, trage ich sie meist mit dem Band um meinen Hals und will ich schießen, stecke ich sie in die Ohren. Mehr Geräusche fabriziere ich so auch nicht, wie wenn ich meinen Peltor aufgesetzt habe. Am Hochsitz trage ich den Gehörschutz nicht durchgehend.

Ist der Gehörschutz im Ohr, wird er durch die Bügel fixiert und es gibt kein verrutschen oder herausfallen. Für etwas mehr als 20 Euro ist es wirklich ein brauchbares Produkt, das ich empfehlen kann. Jeder Schuss ohne Schutz, kann das Gehör irreparabel schädigen. Deshalb will ich gar nicht mehr ohne schießen, das Surren nach dem Schuss im Ohr geht mir auch gar nicht ab.

Waidmannsheil!