„Fuchs du hast die Gans gestohlen“ für Veganerin zu tierfeindlich

Das Kinderlied „Fuchs du hast die Gans gestohlen“, war die Melodie des Limburger Rathauses. Die deutsche Stadt hat nun nach Protesten einer Veganerin, weil das Lied „Tierfeindliche Inhalte“ hat, die Melodie geändert, wie die Nassauische Neue Presse berichtet. Viele Internetportale und Zeitungen haben den Bericht aufgegriffen. Jeder normale Mensch wird sich auf den Kopf greifen.

Tierfeindlich ist es nicht etwa wegen der gestohlenen Gans, oder weil der Dieb mit Mäusebraten Vorlieb nehmen soll. Nein, die Zeile „… sonst wird dich der Jäger holen, mit dem Schießgewehr „, war der Grund für die Beschwerde, heißt es.

Die vegane Bürgerin, habe den Bürgermeister „freundlich“ um eine Änderung gebeten und dieser habe der Frau „unspektakulär einen kleinen Gefallen erweisen“ wollen, berichtet die Zeitung.  Wie Bürgermeister Marius Hahn weiter sagt, gibt es eine Liste mit Liedern, die das Glockenspiel anstimmt, und die Lieder werden immer wieder einmal gewechselt. Der Fuchs sei damit also nicht ganz verbannt, sondern die Melodie werde von dem Glockenspiel auch wieder angestimmt werden.

 

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Den veganen Tierrechtlern nicht das Feld überlassen

Die Jagd ist böse. Jäger sind Mörder und sowieso wer braucht sie schon, die Hobbyjäger, die auf Tiere ballern. So der Tenor der Tierrechtsaktivisten. Sie wollen das Tier höher stellen, denn der Mensch ist sowieso nur eine Bestie, der den Viecherln nachstellt, sie tötet und die Leichenteile aufisst – ekelhaft. Immer mehr sogenannte Aktivisten kämpfen für den veganen Lebensstil. Fuchs, Hase und Reh tanzen dann durch die Felder, die Jäger schälen zu Hause die Kartoffeln und bereiten das Tofu Schnitzel vor. So zumindest die abstruse Vorstellung der Tierschützer, die das Tierwohl über jenes der Menschen stellen.

Wenn es am Straflandesgericht eine Mahnwache für zwei getötete Hunde gibt. Wobei dort auch über Mord, Totschlag und andere grausige Verbrechen verhandelt wird, wo niemand eine Mahnwache abhält. Aussendungen von aus „der Mama geschnittenen Hirschkälbern oder Wildschweinföten“ die es in die Medien schaffen, ohne genaue Zeit-, Orts- oder Detailangaben. Die Jagd hat einen schweren Stand, denn im Internet wird scharf geschossen, die „perversen Mörder – sollten selber abgeschlachtet werden“ und viel anderes ist zu lesen. Sei es auf facebook oder anderen Sozialen Netzwerken. Wenn dann die selbsternannten Tierschützer, mit ihren Katzenprofilbildern, darüber sinnieren, wie schön alles wäre, gäbe es die Jagd nicht. Die Natur regelt sich von selbst, so der einfache Gedanke. Großräuber, wie Bär, Wolf oder Luchs würden sich schon um die Tierwelt kümmern, alles wäre perfekt.

Doch das ist zu kurz gedacht, wie jeder Jäger der sich mit den Abläufen in der Natur beschäftigt weiß. In unserer Kulturlandschaft mit einer dichten Besiedelung und einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung, haben diese Großräuber einfach keinen Platz. Wer den Fuchs nicht bejagen will, der gibt nichts auf Bodenbrüter und anderes Niederwild, die zu Hauf dem schlauen Räuber zum Opfer fallen. Aber die sind auch nicht so flauschig, wie die Füchse. Auch der viel herbeigesehnte Wolf, würde nicht nur die Rehpopulation regulieren, sondern eher früher als später auf die viel einfacher zu reissenden Haustiere umsatteln. Die Raubtiere verlieren die Scheu, wie man es in Deutschland bereits immer öfter sieht, wenn sie nicht bejagt werden.Wolf

Veganismus als Ziel
Die Natur ist nicht so einfach gestrickt, dass man mit einer veganen Lebensweise, einem Zeigefinger auf die Jäger und ekelhaften Kommentaren im Sozialen Netz sich als Tierschützer auszeichnet.

Die Jagd steht vor vielen Herausforderungen. Unsere Jagdverbände zumindest in Österreich scheinen zu schlafen. Richtigstellungen zu Aussendungen von Tierrechtsaktivisten sind eher eine Seltenheit als die Regel. Die Bühne wird einer Handvoll Extremisten überlassen, die hetzen und der Meute das Feindbild mit Gewehr und grünem Hut jeden Tag aufs Neue präsentieren. Mit den Tierrechtsaktivisten ist nicht zu diskutieren. Sie wollen die Jagd abschaffen, ebenso wie jede landwirtschaftliche Tierproduktion. Jeder soll vegan leben, kann nur ihr erklärtes Ziel sein.

In so einer Welt will ich nicht leben, denn die würde nur mit einer unglaublichen Einschränkung der persönlichen Freiheit einhergehen. Extremismus egal in welche Richtung ist abzulehnen. Die Jäger müssen sich organisieren und mit Aufklärung gegen die Hetze arbeiten. Lügen richtig stellen und aktiv auf die Medien zu gehen, um das Feld nicht den Tierrechtlern zu überlassen.