Test DDOptics Nachtfalke 1,5-6x42mm Gen 3

Das DDOptics Zielfernrohr 1,5-6x42mm Gen 3 habe ich vor Kurzem bekommen und bereits ein wenig getestet. Der erste Eindruck der Zieloptik ist wertig, das Glas fühlt sich robust an und besticht durch eine kompakte Bauweise. 29 Zentimeter ist das Glas lang und 520 Gramm schwer, die Vergrößerung von 1,5 bis 6-fach, ist auf jeden Fall für die Drückjagd geeignet. Man kann bei 1,5 oder 2-facher Vergrößerung mit beiden Augen geöffnet das Ziel finden. Das Bild ist bis an den Rand klar, die Farbbrillianz ist in Ordnung. Im Lieferumfang ist eine Schutzkappe für die Linsen und ein Putztuch enthalten.

Mein DDoptics Nachtfalke hat ein Duplex Absehen mit Leuchtpunkt, das sich in der 2. Bildebene befindet. Damit bleibt es in jeder Vergrößerungsstellung gleich groß. Bei 100 Meter ist das Zielfernrohr parallaxefrei, ohne Hilfsmittel kann das Absehen verstellt werden. Pro Klick verstellt sich das Absehen um etwa 7 Millimeter auf 100 Meter.

Der Leuchtpunkt hat elf Leuchtintensitäten. In der hellsten Stufe ist der Punkt am Tag gut zu sehen. Für die Nacht kann das Leuchtabsehen fein gedimmt werden. Überhaupt hat mich die Dämmerungstauglichkeit des 42mm Durchmesser Glases begeistert.

Fazit
Ich habe das DDOptics Nachtfalke gebraucht zu einem wirklich erschwinglichem Preis gekauft und muss sagen bis jetzt bin ich mehr als zufrieden, die Qualität spricht für sich. Der Neupreis liegt bei knapp 700 Euro, die das Zielfernrohr auf jeden Fall Wert ist. Mit der Vergrößerung ist man sehr flexibel, sei es bei der Drückjagd oder am Ansitz. Auch für die Pirsch ist das kompakte, leichte Glas ideal.

Weitere Erfahrungen mit dem DDOptics Nachtfalke 1,5-6x42mm Gen 3 werde ich demnächst posten.

Waidmannsheil

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Test 6x42mm Zielfernrohre Zeiss, Kahles, Swarovski und Co

Es sind die Klassiker unter den Zielfernrohren, zig tausende Jäger haben damit ihr Wild erlegt. Die 6x42mm Gläser wurden bei Tag und Nacht eingesetzt  auf Gams, Reh, Wildschwein und Co. Im Vergleich zu den 8x56mm Gläsern, können die kleineren Zielfernrohre von der Helligkeit her meist mithalten, natürlich bei weniger Vergrößerung. Vergleicht man die „Alten“ heute noch mit  billigen variablen Gläsern, kann ein 6x42mm von einem der großen Hersteller, Swarovski, Kahles oder Zeiss, heute noch glänzen, auch in der Dämmerung.

Lohnt es sich aber heute noch ein 6x42mm Zielfernrohr auf seine Büchse zu montieren?

Ich habe im Moment zwei 6x42mm Zielfernrohre im Einsatz, eines von Kahles und eines von Zeiss und ich muss sagen, sie haben mich noch nicht enttäuscht. Das Kahles Helia S 6x42mm Glas ist auf meiner Brünner Bockbüchsflinte montiert und auch im letzten Licht lassen sich Füchse sicher zur Strecke bringen. Das 6x42mm Kahles leistete ausgesprochen gute Arbeit, die sechsfache Vergrößerung reicht in den meisten Fällen aus. Auf gemessene 150 Meter konnte ich mit der Bockbüchsflinte einen Fuchs erlegen, eine Entfernung die für mich persönlich noch gerade in Ordnung ist, viel weiter würde ich auf einen ein so kleines Ziel nicht mehr schießen.

Mein zweites 6x42mm Diatal ZA von Zeiss habe ich auf meinen Henry Unterhebelrepetierer montieren lassen.  Der Westernfaktor der Henry hat sich zwar ein wenig verändert, dafür hat sich die Zielgenauigkeit erhöht. Die beschossenen Tauben liegen jetzt meist im Knall, demnächst werde ich das Gewehr auch auf den Niederwildansitz mitnehmen. Das Zeiss 6x42mm Diatal ZA ist auf jeden Fall präzise und für diesen Einsatz perfekt. Das Gewicht überzeugt und die sechsfache Vergrößerung für Schüsse auf maximal 50 Meter mehr als ausreichend.

Fazit
Die 6fachen 42mm Zielfernrohre gehören nicht zum alten Eisen. Natürlich ist ein modernes 3-12x56mm Zielfernrohr wie mein Kahles CBX oder Steiner Ranger universeller einsetzbar, aber auch die alten Klassiker sind durchaus für die Jagd geeignet, ob als günstige Alternative oder wegen dem Charme der alten Tage. Jedenfalls sollte man die alten Gläser nicht wegwerfen, wer weiß wann man sie wieder einsetzen kann.
Waidmannsheil!