Streifzug durch die IWA 2017 in Nürnberg Teil 1 Optiken

Was für den Veganer der Schlachthof ist, ist für den Pazifisten die IWA. Nürnberg steht zur Messezeit ganz im Zeichen der Jagd und des Sportschießens. Die Branche trifft sich hier. Neuigkeiten werden präsentiert. Das Fachpublikum kommt aus der ganzen Welt nach Süddeutschland.

Nach fast 20 Kilometern in eineinhalb Tagen auf der Messe, gab es hunderte Eindrücke von den mehr als 1500 Ausstellern aus aller Welt. Hier werde ich einige Höhepunkte präsentieren.

Ich muss sagen, die Highlights lieferten heuer die österreichischen Firmen, das schreibe ich nicht aus Patriotismus. Aber hier einige Beispiele. Das Swarovski dS 5-25×52 PL. Ein Schritt in die Zukunft von Zieloptiken. Wie es sich im Jagdalltag schlägt wird sich zeigen. Aussehen tut es ganz gut und von einer Swarovski Optik erwartet man sich Topleistung, überhaupt bei einem Preis von mehreren tausend Euro.

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Swarovski dS 5-25×52 PL

Das dS projiziert relevante Informationen ablenkungsfrei und in Echtzeit in das Sichtfeld und zeigt automatisch den korrekten Haltepunkt an. Dabei berücksichtigt es alle entscheidenden Faktoren wie Entfernung, Luftdruck, Temperatur und Winkel. Manuelles Einstellen ist nicht nötig. Die Berechnung des Haltepunktes erfolgt nach den individuellen ballistischen Daten der Waffen-Munitions-Kombination. Diese werden über die dS Configurator-App eingegeben und die berechnete ballistische Kurve direkt via Bluetooth auf das dS übertragen. 

 

Kahles überzeugt ebenfalls mit der neuen Helia Reihe und auch sonst sind die Optiken am viel frequentierten Stand der Österreicher sehr gefragt. img_3761

Auch die militärischen Visierungen können durch ein klares Bild überzeugen, einzig optisch passen diese Zielfernrohre vielleicht nicht ganz auf einen schlanken Pirschstutzen. Hier passt die Helia Reihe sicher besser.

Die deutschen Premiumhersteller präsentierten ebenfalls einige Neuigkeiten. Zeiss mit der neuen Conquest V6 Serie, die für alle jagdlichen Belange eine Optik hat. Von der Drückjagd bis zur Ansitzjagd ist alles dabei. Qualitativ sind die Zielfernrohre nach der ersten Begutachtung hervorragend. img_3816

Bei der Terra Serie, die im untersten Preissegment von Zeiss angesiedelt ist, merkt man natürlich den Qualitätsunterschied, aber wer ein preisgünstiges Zielfernrohr sucht, ist hier sicher gut bedient.img_3818

Leica konnte mich mit der Visus Reihe nicht überzeugen, die Gläser wirken doch recht billig, in der Haptik und auch optisch habe ich einige bessere Gläser auf der Messe in der Hand gehabt, die teilweise auch billiger waren.

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Steiner kann mit der neuen Ranger Linie auftrumpfen, die sie verbessert haben. Auch die Nighthunter Gläser gibt es zum 70 Jahre Jubiläum. Technisch sollen die Gläser ausgefeilter sein. Preislich wurden die Optiken auch attraktiver gestaltet. Mich konnten die Steiner Gläser wieder aufs Neue überzeugen, von der Drückjagdoptik bis zum Long Range Zielfernrohr, die Qualität stimmt.

Für die Ansitzjagd von der Dämmerung bis in die Nacht. Optimale Lichtausnutzung zur sicheren Ansprache selbst bei geringem Restlicht. 56 mm Objektiv für höchste Lichttransmission und außergewöhnliche Klarheit. Bis tief in die Nacht auch auf weite Entfernungen höchste Vergrößerung und Detailerkennbarkeit für präzises Anhalten und den waidgerechten Schuss. Seitliche Parallaxeneinstellung erhöht Schärfe und minimiert die Treffpunktabweichung.

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Hier noch ein paar Bilder, im zweiten Teil des IWA Streifzugs werde ich über die Gewehre schreiben.

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Nikon Aculon 6x20

Test Nikon Aculon AL11 6×20 Entfernungsmesser

Wie weit entfernt steht der Bock, sind es 100 Meter oder doch 150. Oft ist man unsicher, verschätzt sich und ein Schuss geht daneben. Deshalb muss ein Entfernungsmesser her. Die digitalen Helfer müssen nicht teuer sein und können jedem Jäger der es mit dem Schätzen nicht so hat unter die Arme greifen. Der Nikon Aculon AL11 6×20 ist klein, handlich und funktioniert von fünf bis 500 Meter. Auf mehreren Ansitzen hatte ich den Nikon Aculon jetzt schon dabei, er funktioniert und gibt einem Sicherheit.

Geliefert wird  das Gerät mit einer Batterie, einer Hülle und einer Umhängeschnur. Durch die kleinen Abmessungen von 91 x 73 mm ist er schnell im Rucksack oder der Jackentasche verstaut. Die 125 Gramm tragen beim Gepäck nicht auf.

Nikon Aculon 6x20Mit zwei Knöpfen an der Oberseite, kann man nicht viel falsch machen, einer ist zum Einstellen von Meter oder Yards, der andere schaltet das Gerät ein und misst die Entfernung. Die Sechsfache Vergrößerung reicht in dem Einsatzbereich leicht, vor allem für die normalen Schussdistanzen, die bei der Jagd kaum bis 500 Meter gehen. Bei Tageslicht gibt es keine Probleme, bei Nacht und Schnee ebenfalls nicht. Die Anzeige ist nicht beleuchtet, so doch auf hellem Hintergrund oder bei Schnee ist es kein Problem.

Fazit
Als Einstieg in Sachen Entfernungsmesser kann ich den Nikon Aculon AL11 nur empfehlen. Bei einem Einstiegspreis von etwa 150 Euro bekommt man genügend Entfernungsmesser für sein Geld. Günstig und praktikabel ist er auf jeden Fall und in der Entfernung verschätzt man sich mit Sicherheit nicht mehr so oft.

Details Nikon Aculon AL11 6×20

5-500m • Vergrößerung: 6x • Eintrittspupille: 20mm • Austrittspupille: 3.3mm • Messgenauigkeit: 1m • Dioptrienkorrektur • Abmessungen (LxB): 91x73mm • Gewicht: 125g