Schwein gehabt im Randrevier

Eigentlich lassen sich in unserem Revier die Sauen nur sporadisch blicken. Als meine Fasanschütte verschwunden war und drei tiefe Krater an ihrer Stelle war, war klar, dass die Rüsseltiere in der Nähe waren. Durchschnittlich fielen in unserem Revier zwei bis drei Sauen pro Jahr, manchmal keine. Im Vorjahr waren es sechs, heuer sind es bereits fünf.

Einmal wechselten mich die Sauen beim Bockansitz an. Um 20.15 Uhr bei bestem Büchsenlicht, schaute immer wieder ein Schwarzkittel aus der Dickung auf die freie Fläche, nach etwa zehn Minuten waren es vier größere Schweine und Frischlinge in allen Größen. Vom gestreiften bis hin zu komplett schwarzen Frischling, war dabei. Ich glaste länger eine Bache ab, ob sie noch ein Gesäuge hat. Als ich das Fernglas weglegte, sah ich gut zehn neue Sauen auf der Bildfläche, größere Frischlinge, die schon komplett verfärbt waren und die ich auf 20 Kilogramm schätzte. Ich richtete mich mit meiner Browning X-Bolt ein und nahm eine Sau ins Visier, mehrmals hatten die Bachen diese vertrieben, als sie breit stand, drückte ich den Abzug und das Schwein machte noch vier Schritte und fiel um. Nach drei Schlägen mit dem Hinterlauf war es verendet. Die 30/06 RWS Uni Classic leistete ganze Arbeit, auf gemessenen 180 Metern.

Da ich mit meinen neuen Schalldämpfer geschossen habe, überlegten die anderen Schweine eine Weile, bis sie die Flucht antraten. Mein erster Frischling lag da auf der Wiese. Nach dem ich ihn aufgebrochen hatte, wurde er gewogen. 22,5 Kilogramm brachte das Jungschwein auf die Waage.

Drei Tage danach ging es ans Zerwirken und das Wildbret kam in die Gefriertruhe, ein erfolgreicher Ansitz, da es hier im Revier immer noch was besonderes ist, ein Schwein zu erlegen.

Waidmannsheil!
Teil 2 folgt…

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Doch noch eine Wintersau

Die vergangenen Wochen waren nicht gerade vom jagdlichen Erfolg gekrönt. Bei den Treibjagden im Revier war ich vor allem als Durchgeher unterwegs. Meine Hündin arbeitete brav und wir konnten auch die eine oder andere Sau locker machen, an einen Schuss war für mich allerdings nicht zu denken. Meine Mit-Treiber sahen das allerdings anders und ließen insgesamt vier Flintenlaufgeschosse auf hochflüchtiges Rotwild fliegen. Zum Glück ist niemand von den abgestellten Jägern getroffen worden. Kugelfang war keiner gegeben und ihr Ziel haben die Schnellschützen auch verfehlt. Zum Schluss lagen auch einige Stück Rotwild auf der Strecke. Bei einer Nachsuche konnten wir auch ein angeschweißtes Stück Rotwild erlösen. IMG_5757

Die folgenden Ansitze blieben auch erfolglos, trotz bester Bedingungen und Schnee, wollten sich die Sauen im Jänner nicht so richtig blicken lassen. Beim Ansitz auf den Fuchs, kam  der Rotrock so schnell vorbei, dass er weiter schnüren durfte, weil ich zu langsam war.

Beim letzten Ansitz war dann aber alles anders. 

Mein Jagdkollege war bis halb neun am Abend an der Kirrung, als er nach Hause fuhr, baumte ich mit einer Freundin auf. Es galt wieder einmal den Schwarzkitteln und die Sicht war nicht schlecht. Nach etwa 20 Minuten am Sitz, das erste Knacken im Gebüsch. Die Geräusche wurden lauter und lauter, bis ich am Waldrand den ersten Wurf sah. Nach wenigen Minuten traute sich die Rotte auf den Kirrplatz und begann zu brechen. Acht Stück zählte ich, alle zwischen 50 und 70 Kilogramm schwer.

Ich visierte durch mein Kahles CBX ein Schwein an, schnell war klar, sie stehen zu nah beisammen. Nach mehreren Minuten und Versuchen, konnte ich ein Stück ausmachen, das gerade über den Schnee von einem zum anderen Fressplatz wechselte. Dann stand der schwarze Schatten auch kurz still, ich drehte den Leuchtpunkt auf, die Vergrößerung auf sechsfach  und löste die Sicherung. Als das Wildschwein einen Schritt machte und wieder verhoffte, drückte ich den Abzug. Sofort flüchtete die gesamte Rotte, doch ein wildes Schwein blieb liegen. Perfekt.

Wir warteten einige Minuten und gingen dann zum Stück. Ein etwa 50 Kilogramm schwerer männlicher Überläufer lag vor uns, die Freude war groß. Schnell war das Keilerchen geborgen. Meine Geco Teilmantel in 308. Winchester traf das Tier Hochblatt und ließ das Wildschwein schnell verenden.

Ein gelungener Abend mit viel Spannung ging zu Ende. So kann das Jahr weitergehen, vielleicht kommen beim Mond noch ein paar Schweine zur Strecke. Wobei auch schon wieder Vorsicht geboten ist, auf einer Kamera waren jetzt im Jänner schon die ersten gestreiften Frischlinge zu sehen.

Waidmannsheil!

Schwein gehabt

Meine Sauansitze waren heuer noch nicht von Erfolg gekrönt. Einmal im Sommer kamen mir die Sauen auf 20 Meter, als ich am Boden ansaß. Leider kam ich mit meinem Gewehr bei meinem Tarnnetz Gestänge an und schon waren die Schwarzborstler verschwunden. Doch beim vergangenen Vollmond sollte es passen.

Gegen 20 Uhr bezog ich den Hochsitz bei einem Wildacker. Im Mais waren schon zwei Schneisen gehäckselt, damit man auch was sieht. Einige Stücke Rehwild wechselten an. Bei einem vorigen Ansitz dort, kam mir auf 200 Meter ein Keiler. Allein wechselte er quer zu mir über ein Rapsfeld. Viel zu schnell, um an einen Schuss zu denken. Außerdem hatte ich „nur“ meine Steyr Mannlicher in 308 Win. dabei. Dieses Mal hatte ich aufgerüstet und meine Browning X-Bolt in 30/06 Springfield mitgenommen. Davor war ich noch extra am Schießstand um die Trefferlage zu kontrollieren. C48F7BFF-3682-49C6-B5C5-6B529240D4E6

Gegen 21 Uhr sah ich den ersten Wurf einer Sau zwischen den Maispflanzen auf die gehäckselte Fläche wechseln. Die Nervosität stieg. Ein zweites Stück folgte auf die freie Fläche und wühlte im Acker. Die beiden Schweine waren etwa gleich groß. Dann waren sie plötzlich in einem Schatten verschwunden, eine dritte Sau wechselte heraus und auch gleich wieder in den Mais. Es war ein deutlich stärkeres Stück – vielleicht der Keiler?

Ich wartete  zu. Als ein Schwein weiter auf die Schneise wechselte, entschied ich mich es zu erlegen. Keiler hin oder her, eine Sau für die Küche wäre auch nicht schlecht. Durch mein Steiner Ranger Zielfernrohr konnte ich die Umrisse des Wildschweins gut erkennen. Als das Stück breit stand, drückte ich den Abzug. Die 30/06 bannte das Stück auf den Platz. Bei bestem Mondlicht konnte ich die Sau auf der Schneise ausmachen, ich wartete noch ein wenig und fuhr mit dem Auto zum Anschuss.

Als ich in das Maisfeld ging, bemerkte ich, dass das Wildschwein noch am Leben war. Schnell trug ich aus kurzer Entfernung einen Fangschuss hinter dem Teller an, doch die Sau war noch immer nicht tot. Zur Sicherheit fing ich das Stück noch mit meinem Glock Feldmesser ab. Nach wenigen Sekunden verendete die Sau. Es war eine etwa zweijährige Bache mit 55 Kilogramm.

Der erste Schuss mit der 30/06 RWS Uni Classic ging hinter dem Vorderlauf in den Wildkörper und zertrümmerte das gegenüberliegende Blatt. Deshalb konnte die Sau nicht mehr aufstehen und flüchten. Organe dürfte das Geschoß keine verletzt haben.

Mittlerweile haben wir das Wildschwein  zu Würsten und Braten verarbeitet. Die Gefriertruhe ist nun gut gefüllt mit bestem Wildbret. Zum Glück musste die Wildsau nach dem Schuss nicht lange leiden und auch eine Nachsuche blieb mir erspart. Ich hoffe beim nächsten Mal, verendet das Wildschwein beim ersten Schuss, aber leider ist das eben nicht immer möglich.  Für ein nettes Foto blieb leider keine Zeit, aber hier das Wildschwein bereits in der Bratenform.IMG_5417

Waidmannsheil und Mahlzeit!

Impressionen von den „Wilden Schweinen“

Ein paar Bilder von einem Wildschweingatter, es wuselt bei den Schweinen. Die Frischlinge haben den Kessel schon verlassen und laufen mit den Sauen mit. Das Schwarzwild am helllichten Tag aus der Nähe zu beobachten ist wirklich interessant. In dem Gatter werden keine Jagden abgehalten. Es werden gezielt Stücke entnommen, damit der Bestand nicht zu hoch wird.

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