Ich benutze mein Kahles Helia CBX 3-12×56 seit mehr als drei Jahren und es hat bisher gute Dienste verrichtet. Montiert ist es an meinem Steyer Stutzen mit einer EAW Schwenkmontage und das Zielfernrohr sitzt bombenfest. Beim Einschießen muss man nur die Abdeckungen herunterschrauben und kann mit den Finger in Zentimeterschritten auf 100 Meter das Fadenkreuz justieren. Ohne viel Aufwand kann so der Treffpunkt angepasst werden.

Der Zoombereich von 3-fach bis 12-fach bietet genug Reserven für weite Schüsse, ebenso wie für den Einsatz auf Drückjagden, obwohl es hier sicher bessere Zielvorrichtungen gibt. Die Bedienung ist sehr einfach und der Zoomring lässt sich leicht drehen. Das Kahles Zielfernrohr hat das Absehen 4a in der ersten Bildebene, sprich vergrößert man das Glas, wird auch das Fadenkreuz größer.

In der Mitte befindet sich der Leuchtpunkt, der  seitlich am Turm eingeschaltet werden kann. Die Leuchteinheit ist fein dimmbar für die Nacht und auch hell genug für Schüsse am Tag. In den vergangenen Jahren hatte ich den Rotpunkt allerdings nur bei Nachtansitzen auf Schwarzwild zur Hilfe genommen. Das Glas bietet auch eine Ein- und Abschaltautomatik durch einen Sensor erkennt das Glas, ob sich das Zielfernrohr in einer Schußlage befindet. Das Abschalten der Beleuchtung zu vergessen, ist damit unmöglich, heißt es von Kahles. Allerdings legt man sein Gewehr ins Futteral und dann gerade ins Auto, bleibt der Leuchtpunkt natürlich an und die Batterie ist nach Werksangaben für 500 Stunden ausgelegt. Pluspunkt, im Turm befindet sich seitlich ein Batteriefach für eine zweite Knopfbatterie, damit man auch am Hochsitz den Rotpunkt wieder einsatzbereit bekommt.

Tagsüber liefert das Kahles Helia CBX ein klares kontrastreiches Bild bis an den Rand. Aber auch in der Nacht kann das Glas die Vorzüge des 56mm Objektivdurchmessers ausspielen. Bis weit in die Dämmerung kann man noch sicher den Rotpunkt ins Ziel bringen. Auch beim Sauansitz bei Mond, kann man gezielt einen Schuss anbringen. Bis jetzt war ich mit der Leistung immer zufrieden. 

Fazit

Bei Vergleichen mit Swarovski oder Zeiss Gläsern, habe ich keinen besonderen Unterschied in der Dämmerung bemerkt. Wenn das letzte Quäntchen Licht beim Zeiss, Leica oder Swarovski doch noch zum Schuss reicht, so kann ich trotzdem gut mit meinem Kahles Helia CBX leben. Denn das Preis-Leistungsverhältnis passt meiner Meinung nach beim Kahles. Man bekommt sehr viel Zielfernrohr für sein Geld und ist für alle Eventualitäten im Revier ausreichend gerüstet. Der Einstieg in die Oberklasse bei Zieloptiken beginnt für mich bei Kahles, ich kann es nur weiterempfehlen.

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13 Gedanken zu “Kahles Helia CBX 3-12×56 Test

  1. Ich habe auch das Kahles 3-12×56 CBX und bin mit dir einer Meinung, dass es selbst unter üblichen Drückjagdbedingungen ausreicht. Ich habe jedenfalls noch nichts anderes gebraucht. Sicher bei engen Schneisen auf kurze Distanz wird’s schwierig, aber wer das weiß muss sich eben eine Drückjagdoptik holen.
    In der Dämmerung und Ansitz bei Nacht ist das Glas meiner Meinung nach unter den Top-Gläsern. Wenn ich mit meinem 8×56 Doppelglas von Steiner noch ansprechen kann, kann ich auch noch mit diesem Glas zielen, also ein super Ansitzglas.

    Allerdings ist dir in deinem Test ein Fehler unterlaufen, das Absehen sitzt in der 1. Bildebene! Gerade deswegen vergrößert es mit und der entscheidende Vorteil: Beim Vergrößerungswechsel gibt es keine Treffpunktverlagerung, die selbst bei Zeiss und Swarovski u. a. Gläsern mit Absehen in der 2. BE festzustellen ist.

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