Streifzug durch die IWA Teil 2 Jagdwaffen

In Sachen Jagdwaffen ließ die Messe in Nürnberg keine Wünsche offen. Vom .700 Elefantendrilling, bis hin zur Low-Budget-Büchse war alles dabei. Es wurden auch einige Neuheiten präsentiert. Hier liste ich meine Favoriten auf, in Sachen Jagdwaffen auf.

Ganz vorne dabei ist die neue Tikka T3x. Die Finnen bieten zig Variationen für jeden Geschmack. Vom taktischen Scharfschützengewehr bis zum Holzschaft Jagdgewehr wird eine Vielzahl an Modellen angeboten. Die Verarbeitung ist sehr hochwertig und vom Preis-Leistungsverhältnis sind die Waffen wirklich eine Klasse für sich. img_3772

Besonders gut gefallen haben mir auch die Ruger Büchsen, wie Gunsite Scout oder die American Rifle in den unterschiedlichsten Ausführungen. Browning stellte einige neue Versionen der X-Bolt Reihe vor. Wie hier die X-Bolt SF Long Range McMillan. Mit Mündungsbremse und mit Camo Kunststoffschaft, der sehr gut in der Hand liegt. Auch hier gibt es viele Modelle und die Browning X-Bolt sind qualitativ und preislich wirklich attraktiv. img_3858

Beim Blaser Stand setzt die Vernunft in Sachen guter, preiswerter Waffen natürlich aus. Die Blaser R8 Professional liegt einfach perfekt in der Hand und ein Haben-Wollen-Effekt ist sofort da. Bis man auf den Preis schaut. Grundsolide Waffen, bei denen wirklich bis ins Detail alles passt. Ebenfalls überzeugt haben mich die Merkel Helix Geradezugrepetierer, die qualitativ der Blaser um nichts nachstehen.

Die österreichischen Hersteller wie Steyr Mannlicher, Rössler Waffen oder Voere waren ebenfalls vertreten und präsentierten ihre Produkte. Rössler hat die Titan 6 in mehreren Versionen ausgestellt, die einen grundsoliden Eindruck machte. Hier noch eine Slideshow mit Fotos von der Messe.

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Saumond lässt Jagdfieber steigen

Wenn der Vollmond aufgeht, kann es noch so kalt sein, als Jäger zieht es einen ins Revier. So ging es auch mir beim vergangenen „Saumond“. Also zusammegepackt und auf zum Hochsitz. Gegen 18 Uhr baumte ich auf einem Sitz am Wildacker mit Mais auf. Eine Schneise ist hineingehäckselt, der Mond steht hoch und das Licht ist mehr als ausreichend. Mitgenommen habe ich meine Steyr Mannlicher im Kaliber 308 Winchester mit dem Geco Teilmantel Geschoß. Eine Sau für die Küche war das Ziel, 40 bis 50 Kilogramm schwer. Nach der ersten Stunde zog das Rotwild auf den Wildacker. Mehrere Tiere und Kälber ästen seelenruhig. Ein paar Rehe machten sich auch bemerkbar. Von den Sauen keine Spur. Gegen 22.15 Uhr zog das Rotwild wieder in Richtung Wald.

Plötzlich Bewegung in der Schneise, der Wurf einer Sau war zu sehen. Nur keine falsche Bewegung, dachte ich und schon waren weitere Schweine auf der Schneise. Nach einiger Beobachtung, flüchteten plötzlich alle Wildschweine, bis auf eines, zurück in den Mais. Schnell machte ich mich schussbereit, denn die Chance wollte ich mir nicht entgehen lassen. Alle Sauen sahen in etwa gleich groß aus, also würde das Stück auf jeden Fall passen. Bis ich mein Gewehr im Anschlag hatte und mein Zielfernrohr einstellte, waren die anderen Schweine wieder auf der Schneise. Die auserwählte Sau wechselte auf die andere Seite des Feldes, drehte dann um und blieb komplett breit Mitten auf der Schneise  stehen. Meine Chance. Ich visierte das Blatt an, stach ein und drückte den Abzug.

Der Mündungsblitz blendete mich und ich hörte nur die Sauen durch den Mais flüchten. Zwei Stück konnte ich auf dem Feld noch ausmachen, bevor sie im Wald verschwanden. Ich war gut abgekommen und mir sicher, die Sau nur mehr bergen zu müssen. Also stieg ich vom Hochsitz und suchte nach dem Anschuss. Als ich in etwa auf der Höhe war, die ersten Zweifel, kein Schweiß. Nachdem ich meinen Jagdkollegen informierte, wollte ich meinen Hund holen, der diesen Abend  zu Hause blieb. Doch der Kollege kam und wir suchten das Feld gemeinsam ab. Kein Schweiß. Ich dachte schon ich habe gefehlt, oder das Gewehr hatte eine Fehlfunktion. Wir wollten gerade für den Abend abbrechen, nach einer Stunde ohne einen Tropfen Schweiß und den Hund in der Früh zur Suche mitnehmen. Da fand mein Jagdkollege, das beschossene Stück. Verendet nur 20 Meter neben der Schneise. Es lag kein 40 Kilo Überläufer für die Küche sondern ein Keiler. Deshalb gab es auch keinen Ausschuss. Der Blattschuss streckte das Schwein nach kurzer Flucht. Das Teilmantel richtete tödlichen Schaden an, doch es gab keinerlei Schweiß.

Wir bargen den Keiler, der aufgebrochen 75 Kilo auf die Waage brachte und mit Sicherheit fünf bis sechs Jahre alt war. Der abgerauschte Keiler stand noch bei der Rotte. Die Waffen haben 17 Zentimeter, es ist mein stärkster erlegter Keiler bisher.

Die Keilerwaffen werden einen Ehrenplatz bekommen. Einen solchen Keiler zu erlegen, ist schon etwas Besonders, überhaupt im eigenen Revier.

Waidmannsheil

Günstige Repetierer für die Jagd

Was gut schießt, muss nicht immer teuer sein. Hier gebe ich einen kleinen Überblick über günstige Repetierer am Markt. Richtige Schnäppchen macht man mit einigen US-Herstellern, die ob der hohen Stückzahlen und der maschinellen Verarbeitung für die Jagd mehr als brauchbare Waffen bauen.

Hier ein paar günstige Repetierer, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

 

Ruger American Rifle

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Hier eine Ruger American Rifle Magnum mit Stainless Lauf, die es in 7mm Rem. Mag, 300 Win. Mag und 338 Win. Mag angeboten wird.

Die Ruger American Rifle ist, wie der Name schon sagt, der Inbegriff des amerikanischen Gewehrs. Die American Rifle ist gut verarbeitet, kann in allen gängigen Kalibern geordert werden und kostet etwas mehr als 600 Euro zum Beispiel in 30/06 Springfield in Österreich, in Deutschland liegt der Einstiegspreis bei 499 Euro. Es sind alle anderen gängigen Kaliber im Angebot, ebenso wie Kunststoff- und Holzschäfte sowie Läufe in Stainlessausführung.

Ruger hat einen Dreiwarzenverschluss  entwickelt, der günstig produziert werden kann. Das System und Lauf sind im Einstiegsmodell in einem Kunststoffschaft gebettet. In Sachen Schussleistung ist die Ruger sehr präzise. Der Abzug ist für den Preis in Ordnung.  Die Handhabung ist unkompliziert, die Sicherung befindet sich auf dem Kolbenhals. Im Lieferumfang ist eine Weaver-Montageschiene dabei. Das Trommelmagazin fasst vier Patronen.

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Remington 783

Remingtons Antwort auf die Nachfrage nach einem günstigen Einstiegsrepetierer ist die 783. Es ist nicht nur eine abgespeckte Version der Remington 700, die es in zahlreichen Variationen und Preisklassen gibt. Die Remington 783 ist neu entwickelt worden. Doch genau wie bei anderen Waffen von Remington ist ein freischwingender Lauf aus Carbonstahl eingebaut. Das herausnehmbare Stahlmagazin fasst in den Standardkalibern vier, in Magnumkalibern nur drei Patronen.

Der Crossfire Abzug der Remington lässt sich  von etwas mehr als einem Kilo bis 2,5 Kilogramm einstellen. Er hat einen Züngel im Züngel, vergleichbar wie bei Glock Pistolen, um einen Schuss abzugeben, müssen beide gedrückt werden, damit sich ein Schuss löst. Die Waffe hat eine seitliche Schiebe-Sicherung.  Der Preis beginnt bei etwa 649 Euro.

 

img_4933Weiter in diese Kategorie fallen die Marlin X7 oder die Savage Axis. Die deutschen Premiumhersteller haben mit der Sauer 100, ab 1190 Euro oder der Mauser M12 ebenfalls relativ günstige Repetierer im Sortiment. Ob einen der Markennahme den Mehrpreis zu einer Ruger American Rifle den Aufpreis Wert ist, muss jeder für sich selber entscheiden.

Test: Kaliber 5,6×52 R in Brünner Bockbüchsflinte

Ich habe das Kaliber 5,6×52 R in meiner Brünner Bockbüchsflinte gemeinsam mit einem 12er Schrotlauf. Montiert ist ein Zeiss 6x42mm. Es ist eine kompakte Waffe, die ich gerne zur Fuchsjagd mitnehme, natürlich kann Rehwild ebenfalls damit geschossen werden, bis jetzt habe ich kein Reh damit erlegt. Meine Erfahrungen beschränken sich in diesem Kaliber auf Raubwild, sprich Fuchs und Dachs. In Kombination mit meinem Fuchslocker, habe ich schon einige Rotröcke erlegen können.

Ich schieße das 5,6x52R  Teilmantel, mit 4,6 Gramm, von RWS. Bis jetzt musste ich noch kein Raubwild nachsuchen, das ich mit diesem Geschoß beschossen hatte, Fuchs und Dachs lagen am Platz. Egal ob auf 30 Meter oder mehr als 150 Meter, die Patrone ist äußerst präzise und das 6x42mm Zielfernrohr lässt auch in der Dämmerung noch einen sicheren Schuss zu. Das Kaliber gefällt mir sehr gut und die Präzision überzeugt auf jeden fall, ebenso wie die Augenblickswirkung bei Raubwild.

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Fuchs auf gemessenen 150 Metern erlegt

Der Rückstoß ist fast nicht spürbar und auch der Knall hält sich in Grenzen. Für Raubwild ist die Kombination von 5,6×52 R und 12er Schrot ideal. Die Patrone wurde in den USA entwickelt und ist dort unter dem Namen 22. Savage bekannt. Doch wird sie in den Vereinigten Staaten kaum noch verwendet. In Europa, vor allem bei uns in Österreich wird die Patrone noch von vielen Jägern für Raubwild und auch Rehwild verwendet. In Drillingen und Kombinierten Waffen gibt es Läufe in dem Kaliber, was ich gut verstehen kann, ob der sehr guten Wirkung und der Präzision.

Die Wirkung auf Rehwild werde ich im Herbst vielleicht noch testen und diesen Artikel erweitern. Doch grundsätzlich waidwerke ich auf Rehe lieber mit einem etwas größeren Kaliber, obwohl viele Jagdkollegen beim Rehwild auf das Kaliber schwören.

Waidmannsheil

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Fuchs auf 30 Meter beschossen, lag im Knall

 

Test 243. Winchester RWS Kegelspitz

Test RWS KS in 243. Winchester

RWS KS in 243. Winchester

Die Bockjagd geht seit 1. Mai und im heurigen Jahr habe ich mir vor allem die Mauser 66 im Kaliber 243. Winchester mit auf den Hochsitz genommen. Bisher habe ich einen Bock und ein Schmalgeiss erlegen können. Einige Böcke habe ich in den vergangenen Jahren bereits mit der 243. Win. zur Strecke gebracht, ebenso wie einige Füchse.

Im Moment verwende ich das Kegelspitz (KS) Geschoss von RWS. Zum Kaliber 243. Winchester muss man nicht viel sagen, es ist ein beliebtes Rehwildkaliber und reicht auch noch wenn ein Überläufer oder ein Schmaltier vorbei kommt, wie mir viele Jagdkollegen bestätigt haben. Auch auf Gamswild tut die Weitschusspatrone gute Dienste. Mit 2100 Joule bei 100 Meter ist die Patrone für Hochwild zugelassen, zumindest in Österreich, in Deutschland ist sie mit ihren  6mm Geschossdurchmesser nur für Rehwild je nach Bundesland erlaubt. Das Geschoß hat 6,2 Gramm und soll beim Aufprall kontrolliert aufpilzen. Die GEE liegt bei 187 Meter, das Geschoß fällt bei 250 Meter 11,2 Zentimeter. Genaue Daten gibt es auf der Herstellerseite.

Meine Erfahrungen mit der 243. Winchester 
Zur RWS KS in 243. Win. kann ich nur sagen, die Präzision ist sehr gut, limitierender Faktor bin ziemlich sicher ich als Schütze. Zur Wirkung kann ich nur sagen, dass bis jetzt alles Rehwild, bei guten Treffern hinter dem Blatt noch eine etwa 40 bis 60 Meter weite Todflucht hatte. Bei einem zu hohen Treffer, lag der Bock an Ort und Stelle im Wundbett und war noch nicht verendet, was an dem schlechten Schuss lag. Bei den beschossenen Füchsen gab es auch bei guten Treffern Fluchten, hier war die Entfernung zum Ziel allerdings immer sehr gering. Schweiß und Ausschuss waren so gut wie immer vorhanden. Das Wildbret beim Rehwild war durchaus verwertbar, an den Rippen gab es Hämatome, aber die Rippen verwerte ich meist nicht mit. Die beliebte Rehwildpatrone ist in unseren Revieren sicher ausreichend, wenn nicht gerade der 150 Kilogramm Keiler vorbei spaziert.

IMG_4113Ich werde das RWS Kegelspitz Geschoß demnächst allerdings gegen ein Verbundgeschoß austauschen, auch wenn die Fluchten nicht sehr weit waren, ist es mir lieber, der Bock oder das Kitz sind an den Platz gebannt und es gibt keine Nachsuche.

Schmalgeiss
Eine meiner letzten Erfahrung mit der 243. Winchester RWS KS im heurigen Frühjahr. Diese Schmalgeiss, habe ich auf etwa 90 Meter mit der 243. Winchester RWS Kegelspitz beschossen. Der Schuss lag etwas hinter dem Blatt, da das Stück ein wenig schräg stand, war der Ausschuss weiter hinten am Wildkörper. Das Reh flüchtete noch etwa 60 bis 70 Meter in den Wald. So hatte mein Hund auch eine kleine Schweissübung. Das Wildbret war durchaus vewertbar, bis auf einige Rippenteile. Grundsätzlich ist das Geschoss von RWS in Ordnung, auf kurze Distanzen ist die 243. Winchester zu rasant und das Kegelspitz bei leichtem Wild etwas zu hart, wie ich finde. Jagdkollegen mit Teilmantel Geschossen haben bessere Erfahrungen. Ich will die 243 Win. auf jeden Fall weiter nutzen, weil der geringe Rückstoß und die gestreckte Flugbahn mir sehr zusagen. Auch die Mauser 66, die ich geerbt habe, tut gute Dienste, demnächst will ich den Abzug überarbeiten lassen. Es soll ein Flintenabzug eingebaut werden, statt dem Deutschen Stecher.

Waidmannsheil!

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