Bilder von der IWA 2018 in Nürnberg

Hier mal einige Impressionen von der größten Jagd und Outdoor Messe Europas. Genauere Berichte folgen. Es war wieder sehr interessant, zahlreiche Neuigkeiten wurden präsentiert und ich war fast 18 Kilometer  in den Hallen unterwegs.

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Lebensraum fürs Wild verbessern mit Hecken

Hecken sind Lebensräume und in Zeiten der industrialisierten Landwirtschaft fast aus unseren Revieren verschwunden. Im Zuge der „Lebensraumverbessernden Maßnahmen“ kann eine Hecke wieder neues Leben ins Revier holen. Angefangen von Wildbienen, zahlreichen anderen Insekten und Vögeln, bieten sie auch dem Niederwild Schutz vor Räubern und einen attraktiven Lebensraum.

Wo pflanzt man eine Hecke?
Entlang von Ackerrändern oder Wegen  ist der ideale Standort. Am meisten bringt es zwischen großen Feldschlägen, um die Landschaft ein wenig aufzulockern. Der Feldsaum sollte rund zwei bis vier Meter breit sein.

Welche Pflanzen kommen in die Hecke?
Je nach örtlichen Gegebenheiten können die Pflanzen variieren. Der Natuschutzbund empfiehlt:

5-10 Prozent hochstämmige Bäume, wie Ahorn, Esche, Buche, Linde oder Eiche.
10-20 Prozent niederwüchsige Bäume, wie Hainbuche, Vogel- und Traubenkirsche, Wildapfel, Mehl- und Vogelbeere, Salweide, Zitterpappel
60-70 Prozent niedere Sträucher, wie Weiß- und Schwarzdorn, Faulbaum, Brombeere, Ginster, Rote Heckenkirsche, Wildrose, Pfaffenhütchen usw.

Auf beiden Seiten sollte in Kraut- und Wiesensaum anschließen, um als Puffer zu den Feldern oder Wegen zu dienen. Vor allem Rebhühner und Fasane reagieren auf die Neuanlage dieser Säume durch rasche Besiedelung und höheren Überlebensraten im Winter.

Pflanzung der Hecke:
Ende September, Oktober oder im Frühling nach den Spätfrösten ist der ideale Zeitpunkt für die Anlage der Hecken. Die Pflanzen sollten in einem Abstand von etwa einen Meter in mehreren Reihen, (3-5) ausgesetzt werden. Bei den Pflanzenarten sollte unregelmäßig vorgegangen werden. Die Pflanzen sollten gut eingegossen werden, droht Verbiss, kann in der ersten Zeit auch ein Zaun das Wild abhalten._DSC8397

Wolf

Angst vorm bösen Wolf?

Der Wolf geht um. Im Waldviertel, in der Südoststeiermark und im Burgenland wurde Isegrim schon mehrmals gesichtet. Wie viele Wölfe ihre Spuren in Österreich ziehen, ist nicht klar. Es dürften aber schon einige sein.  In Deutschland zeichnet sich ein ähnliches Bild. Mit dem Wolf kommen auch die Probleme für die Viehwirtschaft und mit Sicherheit auch für die Freizeitwirtschaft.

Wölfe sind faszinierende Tiere. Ihre sozialen Strukturen und ihre Art zu jagen, ist hoch interessant. Weiß man um die Klugheit der Raubtiere, ist es nur logisch, dass sie in unserer Kulturlandschaft immense Schäden anrichten können. Die Ur-Angst vom Wolf kommt nicht von irgendwo. Als die Rudel noch hier heimisch waren, war die Konkurrenz zwischen Mensch und Tier noch Alltag. Ein Spaziergang im Wald konnte böse enden.

In den Städten, in denen die „Naturschützer“, am lautesten schreien, dass die Wölfe Schutz brauchen, hat man leider am wenigsten Ahnung und ist am weitesten Weg von der Natur und der Realität. Als Jäger wird man schnell beschuldigt, den Konkurrenten ausschalten zu wollen. Ja, der Wolf ist ein Konkurrent. Er ist aber auch ein Opportunist und wird immer die am leichtesten greifbaren Beute holen. Das wird nicht der starke Rehbock oder Keiler sein. Das Kalb auf der Weide und vielleicht ein paar Kühe dazu, der freilaufende Hund beim Spaziergang oder aber die zwei Kinder, die im Wald hinterm Haus spielen, können zur Beute werden. Ein hungriges Raubtier, wird in unserer Kulturlandschaft immer auf Menschen treffen und so  irgendwann die Scheu verlieren. Was in zahlreichen Bildern und Videos bereits belegt ist.

Die großen Waldgebiete gibt es nicht mehr.  Auf den Bergen sind Wanderer und Tourengeher das ganze Jahr über unterwegs. Spaziergänger, Jogger, Geochacher und viele andere nutzen täglich die Natur. Wie die meisten Jäger wissen, herrscht in den Revieren schon kaum Ruhe für das jetzt heimische Wild. 

Die Tierschützer werden sagen, die Wölfe sind scheu. Ja, sind sie, wenn sie vom Menschen gejagt werden. Doch passiert ihnen nichts in der Gegenwart von Menschen, werden sie immer neugieriger werden. Bis einmal ein Wolf einen gestürzten Mountainbiker im Wald verkostet. Alle fordern offene Wälder und immer und überall Zugang. Ist der Wolf im Wald, wird sich auch das schlagartig ändern.  Hirsch, Wildschwein und Co. haben bis auf die Jägerschaft keine Lobby, im Gegensatz zum Wolf. Hinter ihm stehen alle Naturschutzorganisationen, denn der liebe Wolf, schaut ja wie das Hundi daheim aus, da wird gern gespendet.

In der Stadt muss niemand Angst vorm Wolf haben, dort verirrt er sich nicht hin. Am Land wird die Sache anders aussehen, es wird eine Lösung geben müssen. Vom Aussterben ist der Wolf ja nicht gerade bedroht, ohne eine Bejagung wird das Zusammenleben mit den Grauhunden in unseren Wäldern allerdings nicht lange gut gehen.

 

IWA Outdoor Classic 2018 startet am 9. März

Von 9. bis 12. März dreht sich auf der IWA in Nürnberg wieder alles um die Jagd, Sportschießen und Outdoorsport. Die größte europäische Messe in diesem Bereich öffnet ihre Pforten. 1500 Austeller und rund 50.000 Fachbesucher aus aller Welt werden in Nürnberg zusammenkommen und ihre Neuheiten präsentieren.  Heuer feiert die IWA ihr 45. Jubiläum. „Die Fachmesse in hat sich den vergangenen viereinhalb Jahrzehnten zum weltweiten Branchen-Magneten entwickelt“, sagt Thomas Preutenborbeck, Abteilungsleiter Veranstaltungen IWA OutdoorClassics.

Auch jagdblog.me wird wieder vor Ort sein und über die Branchen Neuigkeiten in Sachen Jagd und Outdoor zu berichten. Ich freue mich schon auf meinen Ausflug nach Nürnberg. Hier ein kleiner Rückblick auf die Messe 2017.

Erfahrung: Mauser 66 – kein altes Eisen

Der Name Mauser ist wohl jedem ein Begriff. Jagdwaffen auf höchstem Niveau werden seit Jahrzehnten unter diesem Label gefertigt. Ein richtiger Klassiker ist die Mauser 66.

In den Mauserwerken Oberndorf wurden ab 1965 in Lizenzfertigung die erste Vorserie von 50 Jagdgewehren hergestellt. Die  Serienproduktion begann im Dezember 1965 mit der Modellbezeichnung „Mauser Modell 66“ in den Versionen „Europa; Export; und Sutzen“. Diese Modelle umfassten die Kaliber 5,6×61 vom Hofe; .243 Winchester; 6,5x57mm; 7x57mm; .270 Winchester; 7 mm vom Hofe; . 308; 30.06; 9,3×64 mm; 458 Winchester Magnum. Die Neuheit war das Teleskopsystem, das eine 90mm kürzere Bauweise ermöglicht hat. Eine einzigartige Idee, die sich bis heute durchsetzt. Mauser 66 (C)Jagdblog.me

Ich besitze die ursprüngliche Mauser 66 mit der Knopfsicherung im Kaliber .243 Winchester. Den klassischen Stil unterstreichen die Gravuren mit Gams und Wildschwein am System. Montiert ist darauf ein Swarovski Habicht 2,2-9x42mm Zielfernrohr. Die Waffe ist grundsolide, fasst im eingebauten Magazin drei Patronen und hat einen Deutschen Stecher. Der sollte auch benutzt werden, ist der Abzug ohne eingestochen zu sein, doch sehr schwergängig. Ist eine Kugel in der Kammer und die Waffe gespannt, steht am System der Schlagbolzen heraus.

Mauser 66 (C)Jagdblog.meMauser 66 (C)Jagdblog.me

 

Die Sicherung lässt sich nach etwas Übung, wenn man auf der anderen Seite dagegen drückt,  nahezu lautlos lösen. Die Präzision der Mauser 66 mit der .243 Win lässt keine Wünsche übrig. Ich verschieße die .243 Win Kegelspitz von RWS, näheres zur Wirkung gibt es in meinem Kaliber Artikel hier.

Die Waffe ist 102 cm lang und hat einen 56 cm langen Lauf verbaut. Das Gewicht mit rund 3,2 Kilogramm ohne Glas ist auf jeden Fall in Ordnung. Die 243. Win verschießt sich äußerst angenehm aus der Waffe und Rückstoß ist kaum zu spüren. Ich verwende die Mauser vor allem für Rehwild und Raubwild. Da es in Österreich erlaubt ist, hätte ich auch keinerlei Bedenken einen Frischling oder Überläufer damit zu erlegen.

Alles in allem gehört die Mauser 66 noch nicht zum alten Eisen und ist heute wie damals eine perfekte Jagdwaffe. Sie ist mit dem Deutschen Stecher zwar nur bedingt etwas für den flüchtigen Schuss bei der Drückjagd, aber mit dem Kaliber 243. Win ist sie bei Drückjagden für mich sowieso kein Thema.

Demnächst will ich meiner Mauser noch ein moderneres Zielfernrohr spendieren und irgendwann vielleicht einen neuen Abzug, aber mit Sicherheit wird sie in meinem Waffenschrank bleiben und mir noch das eine oder andere Waidmannsheil bescheren.

In diesem Sinne,

Waidmannsheil!



Doch noch eine Wintersau

Die vergangenen Wochen waren nicht gerade vom jagdlichen Erfolg gekrönt. Bei den Treibjagden im Revier war ich vor allem als Durchgeher unterwegs. Meine Hündin arbeitete brav und wir konnten auch die eine oder andere Sau locker machen, an einen Schuss war für mich allerdings nicht zu denken. Meine Mit-Treiber sahen das allerdings anders und ließen insgesamt vier Flintenlaufgeschosse auf hochflüchtiges Rotwild fliegen. Zum Glück ist niemand von den abgestellten Jägern getroffen worden. Kugelfang war keiner gegeben und ihr Ziel haben die Schnellschützen auch verfehlt. Zum Schluss lagen auch einige Stück Rotwild auf der Strecke. Bei einer Nachsuche konnten wir auch ein angeschweißtes Stück Rotwild erlösen. IMG_5757

Die folgenden Ansitze blieben auch erfolglos, trotz bester Bedingungen und Schnee, wollten sich die Sauen im Jänner nicht so richtig blicken lassen. Beim Ansitz auf den Fuchs, kam  der Rotrock so schnell vorbei, dass er weiter schnüren durfte, weil ich zu langsam war.

Beim letzten Ansitz war dann aber alles anders. 

Mein Jagdkollege war bis halb neun am Abend an der Kirrung, als er nach Hause fuhr, baumte ich mit einer Freundin auf. Es galt wieder einmal den Schwarzkitteln und die Sicht war nicht schlecht. Nach etwa 20 Minuten am Sitz, das erste Knacken im Gebüsch. Die Geräusche wurden lauter und lauter, bis ich am Waldrand den ersten Wurf sah. Nach wenigen Minuten traute sich die Rotte auf den Kirrplatz und begann zu brechen. Acht Stück zählte ich, alle zwischen 50 und 70 Kilogramm schwer.

Ich visierte durch mein Kahles CBX ein Schwein an, schnell war klar, sie stehen zu nah beisammen. Nach mehreren Minuten und Versuchen, konnte ich ein Stück ausmachen, das gerade über den Schnee von einem zum anderen Fressplatz wechselte. Dann stand der schwarze Schatten auch kurz still, ich drehte den Leuchtpunkt auf, die Vergrößerung auf sechsfach  und löste die Sicherung. Als das Wildschwein einen Schritt machte und wieder verhoffte, drückte ich den Abzug. Sofort flüchtete die gesamte Rotte, doch ein wildes Schwein blieb liegen. Perfekt.

Wir warteten einige Minuten und gingen dann zum Stück. Ein etwa 50 Kilogramm schwerer männlicher Überläufer lag vor uns, die Freude war groß. Schnell war das Keilerchen geborgen. Meine Geco Teilmantel in 308. Winchester traf das Tier Hochblatt und ließ das Wildschwein schnell verenden.

Ein gelungener Abend mit viel Spannung ging zu Ende. So kann das Jahr weitergehen, vielleicht kommen beim Mond noch ein paar Schweine zur Strecke. Wobei auch schon wieder Vorsicht geboten ist, auf einer Kamera waren jetzt im Jänner schon die ersten gestreiften Frischlinge zu sehen.

Waidmannsheil!

Treibjagd im Niederwild-Paradies

Vor Kurzem ging es nach Niederösterreich. Meine erste große Niederwildjagd stand an, in einem Revier in dem es vor Hasen nur so wimmelt. Hund und Flinte eingepackt und in der Früh ging es am Traktoranhänger zum ersten Trieb. Angestellt warteten wir auf die Hasen und sie kamen vorbei. Leider schoss ich auch vorbei und sie zogen weiter. Ohne Waidmannsheil ging es zum Mittagessen. Der Anblick war die Kälte aber Wert.

Am Nachmittag ging es in einen Windschutzgürtel. Zig Hasen flüchteten schon, als wir uns noch anstellten. Dann zogen wir mit den Hunden durch. In dem Dickicht waren zahlreiche Hasen  und Fasane eingeschoben. Dort konnte ich ebenfalls einen Hasen erlegen. Die Hunde arbeiteten sich brav durch und es kam einiges Wild zur Strecke. Danach wurden ein zweiter Windschutzgürtel durchstreift. Auch hier wieder zahlreiche flüchtende Hasen und hochsteigende Fasane. Einen Hahn konnte ich erlegen. Mein Hund konnte drei Hähne apportieren, auch für Ronja war die Situation neu, so viel Wild an einem Tag hat sie noch nie gesehen. Fürs nächste Mal muss ich vielleicht noch öfter auf den Tontaubenschießstand und den Rollhasen üben.

Es war eine wirklich perfekt organisierte Jagd mit einer unglaublichen Strecke. Hier wird das ganze Jahr über für das Niederwild gearbeitet und das schlägt sich natürlich auch beim Hasen- und Fasanenbesatz nieder. Ein Niederwildrevier wie es sein soll, wo auch mehr als tausend Hasen pro Jahr erlegt werden. Meinen Mümmler habe ich mit nach Hause genommen und der Hasenpfeffer wird demnächst kredenzt.

Waidmannsheil!