Test Dokken Dead Fowl Dummy

Ein Labrador soll apportieren, im Normalfall tut er das auch ganz gut. Unsere Labradordame Ronja macht es sogar liebend gern, doch mit der Abgabe haperte es. Um ihr diesen Splen abzutrainieren war viel Fingerspitzengefühl und Zeit notwendig. Da man nicht immer mit echtem Wild trainieren kann, war ich auf der Suche nach etwas anderem, als dem klassischen grünen Dummy, denn unsere Hündin hatte die Angewohnheit, dieses wie eine „Zigarre“ zu tragen.

Also fiel meine Wahl auf die Dokken Dead Fowl Ente, der Kopf und die Füße sind aus hartem Plastik, also gewöhnen sich die Hunde schnell daran, dass das Schütteln ihrer Beute nicht ideal ist. Das Dummy ist aus hochwertigen weichen Kunststoff, das die Hunde gern ins Maul nehmen. Mit der angebrachten Schnur kann die Ente gut geworfen werden. Schnell stellten sich erste Erfolge ein, unsere Hündin trug die „tote Ente“ perfekt und nach einigen Wochen Training, apportierte sie das Dummy und gab es auch in die Hand ab.

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Noch nicht die perfekte Haltung des Fasan-Dummys, aber es wird

Zusätzlich zur Ente, habe ich auch ein Dokken Fasandummy gekauft, unserer Hündin machen die Dokken Dead Fowl und Pheasant mehr Spass, als die normalen Dummys, außerdem lernt der Hund so den richtigen Haltepunkt auch beim warmen Wild. Für das Training zwischendurch kann ich diese Dummys jedem Hundehalter empfehlen. Egal ob geworfen oder versteckt, Ronja sucht und bringt die Dokken-Dummys sehr gern. Ich kann sie auch für jeden anderen Hundebesitzer empfehlen, um den vierbeinigen Jagdgefährten das Apportieren schmackhaft zu machen.

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Test 243. Winchester RWS Kegelspitz

Test RWS KS in 243. Winchester

RWS KS in 243. Winchester

Die Bockjagd geht seit 1. Mai und im heurigen Jahr habe ich mir vor allem die Mauser 66 im Kaliber 243. Winchester mit auf den Hochsitz genommen. Bisher habe ich einen Bock und ein Schmalgeiss erlegen können. Einige Böcke habe ich in den vergangenen Jahren bereits mit der 243. Win. zur Strecke gebracht, ebenso wie einige Füchse.

Im Moment verwende ich das Kegelspitz (KS) Geschoss von RWS. Zum Kaliber 243. Winchester muss man nicht viel sagen, es ist ein beliebtes Rehwildkaliber und reicht auch noch wenn ein Überläufer oder ein Schmaltier vorbei kommt, wie mir viele Jagdkollegen bestätigt haben. Auch auf Gamswild tut die Weitschusspatrone gute Dienste. Mit 2100 Joule bei 100 Meter ist die Patrone für Hochwild zugelassen, zumindest in Österreich, in Deutschland ist sie mit ihren  6mm Geschossdurchmesser nur für Rehwild je nach Bundesland erlaubt. Das Geschoß hat 6,2 Gramm und soll beim Aufprall kontrolliert aufpilzen. Die GEE liegt bei 187 Meter, das Geschoß fällt bei 250 Meter 11,2 Zentimeter. Genaue Daten gibt es auf der Herstellerseite.

Meine Erfahrungen mit der 243. Winchester 
Zur RWS KS in 243. Win. kann ich nur sagen, die Präzision ist sehr gut, limitierender Faktor bin ziemlich sicher ich als Schütze. Zur Wirkung kann ich nur sagen, dass bis jetzt alles Rehwild, bei guten Treffern hinter dem Blatt noch eine etwa 40 bis 60 Meter weite Todflucht hatte. Bei einem zu hohen Treffer, lag der Bock an Ort und Stelle im Wundbett und war noch nicht verendet, was an dem schlechten Schuss lag. Bei den beschossenen Füchsen gab es auch bei guten Treffern Fluchten, hier war die Entfernung zum Ziel allerdings immer sehr gering. Schweiß und Ausschuss waren so gut wie immer vorhanden. Das Wildbret beim Rehwild war durchaus verwertbar, an den Rippen gab es Hämatome, aber die Rippen verwerte ich meist nicht mit. Die beliebte Rehwildpatrone ist in unseren Revieren sicher ausreichend, wenn nicht gerade der 150 Kilogramm Keiler vorbei spaziert.

IMG_4113Ich werde das RWS Kegelspitz Geschoß demnächst allerdings gegen ein Verbundgeschoß austauschen, auch wenn die Fluchten nicht sehr weit waren, ist es mir lieber, der Bock oder das Kitz sind an den Platz gebannt und es gibt keine Nachsuche.

Schmalgeiss
Eine meiner letzten Erfahrung mit der 243. Winchester RWS KS im heurigen Frühjahr. Diese Schmalgeiss, habe ich auf etwa 90 Meter mit der 243. Winchester RWS Kegelspitz beschossen. Der Schuss lag etwas hinter dem Blatt, da das Stück ein wenig schräg stand, war der Ausschuss weiter hinten am Wildkörper. Das Reh flüchtete noch etwa 60 bis 70 Meter in den Wald. So hatte mein Hund auch eine kleine Schweissübung. Das Wildbret war durchaus vewertbar, bis auf einige Rippenteile. Grundsätzlich ist das Geschoss von RWS in Ordnung, auf kurze Distanzen ist die 243. Winchester zu rasant und das Kegelspitz bei leichtem Wild etwas zu hart, wie ich finde. Jagdkollegen mit Teilmantel Geschossen haben bessere Erfahrungen. Ich will die 243 Win. auf jeden Fall weiter nutzen, weil der geringe Rückstoß und die gestreckte Flugbahn mir sehr zusagen. Auch die Mauser 66, die ich geerbt habe, tut gute Dienste, demnächst will ich den Abzug überarbeiten lassen. Es soll ein Flintenabzug eingebaut werden, statt dem Deutschen Stecher.

Waidmannsheil!

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Swarovski Habicht SL 8x56, Fernglas, Feldstecher

Welches Fernglas für die Jagd?

Grundausrüstung für jeden Jäger ist sein Fernglas. Aber welche Optik braucht der Waidmann von heute, hier ein kleiner Leitfaden für die Entscheidungsfindung, welches Fernglas passen könnte.

Fernglas für die Pirsch
Auf der Pirsch kann jeder Kilo zu viel sein den man mit sich herum schleppt, was nützt einem das klobige Fernglas wenn man es im Rucksack trägt, statt um den Hals. Ein handliches 8×30 mm, wie das Steiner Ranger 8×30, ist leicht und kompakt, die Nachttauglichkeit ist natürlich nicht gegeben, wie bei einem größeren Glas. Für die Tagespirsch auf Rehbock ist es aber allemal geeignet. Jeder große Hersteller ob Zeiss, Swarovski oder Minox bietet Ferngläser in dieser Kategorie an. Die Preisspanne reicht von etwas mehr als 200 Euro bis hin zu mehr als 1000 Euro bei den Premiumherstellern.Steiner Nighthunter xtreme 8x30

Fernglas für den Nachtansitz
Für den Ansitz auf Schwarzwild an der Kirrung, braucht es die richtige Optik, um die Schwarzkittel auch noch bei schlechtem Licht richtig anzusprechen. Ich verwende hierfür das Swarovski Habicht SL 8x56mm aber auch jeder andere Hersteller bietet Feldstecher in dieser Kategorie an. Durch den großen Linsendurchmesser von 56mm fängt die Optik mehr Licht ein und bietet so ein Bild mit mehr Kontrast und Details. Die Preise variieren hier sehr stark und Qualität geht natürlich ins Geld. Ab etwa 600 Euro beginnen qualitativ hochwertige Modelle, die Preise gipfeln bei Swarovski, Zeiss und Leica bei mehr als 2000 Euro für ein Fernglas.Swarovski Habicht SL 8x56, Fernglas, Feldstecher

Allrounder für Natur und Revier, Ferngläser mit 42mm Durchmesser
Auf der Pirsch, im Auto oder auch am Hochsitz it 42mm Durchmesser ist man immer gut bedient. Ich werde demnächst einen Test vom älteren Kahles Modell schreiben mit 8x42mm. Bis in die Dämmerung funktioniert auch dieser Glasdurchmesser ganz gut.
Kahles Fernglas

 

 

 

Fazit
Letztendlich ist es Geschmackssache, welche Marke und welchen Durchmesser man für die Jagd nimmt. Ein 8x42mm ist sicher am universellsten einsetzbar, sitzt man oft bei Mond an der Kirrung, wird ein 8x56mm sicher Vorteile bringen. Ob es wirklich ein Premiumglas von den großen Herstellern sein muss, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin mit meinem Swarovski Habicht SL 8x56mm mehr als zufrieden, auch wenn es nicht mehr das neueste Modell ist.

Vorbereitung auf die Bockjagd

Die Tage werden länger und der Aufgang der Bockjagd rückt immer näher. Am 16. April ist es bei uns in Österreich so weit und die Klasse II Böcke und Schmalgaißen sind zum Abschuss frei gegeben. Frühe Abschüsse sind angebracht, denn wartet man zu lange, sind die jungen Böcke verschwunden und tauchen dann meist nach der Schusszeit wieder auf der Bühne auf. Hier ein paar Anregungen was es für die Bockjagd braucht und was hilfreich sein kann.

Ausrüstung
Wenn das Schonzeitgewehr wieder im Waffenschrank verschwindet, sollte man die Rehwildwaffe in Augenschein nehmen. Sind die Zielfernrohr Linsen sauber, funktioniert der Rotpunkt, oder war er über die Winterzeit eingeschaltet? Wie sieht es mit der Munition aus, ich habe mir heuer für meine Rehwildabschüsse eine bleifreie Munition zugelegt. Ich habe vor in der heurigen Saison vermehrt die .243 Win. für Bock, Kitz und Co. zu verwenden. Verschossen aus einer Mauser, über die ich demnächst einen Post schreiben werde.

Training
Jene, die  über die Wintermonate nicht  geschossen haben, lohnt sich ein Besuch am Schießplatz. Ein paar Probeschüsse, ob noch alles richtig eingestellt ist, geben auch auf der Jagd Sicherheit und dem Wild ist man es schuldig, um waidgerecht jagen zu können. Auch mein Kahles auf meiner Steyr Mannlicher hat sich über den Winter schon verstellt, dass ich 17 Zentimeter Tiefschüsse hatte. Ein bisschen Schießtraining macht natürlich auch Spass.
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Wo stehen die Böcke?
Schon vor der Schusszeit sollte man sich die Zeit nehmen und ein bisschen Aufklärungsarbeit leisten, wo stehen die Knöpfler, wo die guten Böcke, wann haben sie verfegt und so weiter. Man bekommt einfach ein besseres Gespür fürs Revier und verschafft sich Sicherheit beim Ansprechen des Rehwilds. Hilfreich sind hier Wildkameras, die ich heuer im Winter bei den Rehwildfütterungen aufgestellt hatte. Auch eine kleine Expedition mit der Kamera verschaffte mir Aufschluss über die Böcke im Revier. Zwei Knopfböcke konnte ich bereits ausmachen, die hoffentlich auch nach dem 16. April noch so regelmäßig auf diesem Feld stehen und wir sie nicht neben der Straße auflesen.

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Rehbock noch im Bast und etwas überbeichtet, aber das wird schon noch

Passt die Ausrüstung, die Probeschüsse landen in der 10 und die Böcke sind ausgemacht, kann man nur mehr warten, bis die Bockjagd aufgeht. Dazu kann ich allen Jägern nur Waidmannsheil  und einen guten Anblick wünschen!

Rehbock

Rehbock, 2015, Burgenland C: BlogimGruenen

Erste Eindrücke IWA 2016

Die IWA 2016  läuft gerade in Nürnberg. Jagdblog.me war am ersten Tag vor Ort, um ein paar Eindrücke von der größten internationalen Fachmesse für Jagd und Schießsport, Outdoor Equipment sowie Ausrüstung für den Einsatz in der zivilen und behördlichen Sicherheit zu sammeln. Es gibt viel zu sehen und es ist weit zum Gehen, die Messe Nürnberg beherbergt an diesem Wochenende das Who is Who der Jagd und Outdoorszene. Blaser präsentierte die neue Flinte Blaser F16 und sie liegt gut in der Hand und schaut auch wertig aus, was man für einen Preis von ab etwa 2800 Euro natürlich auch erwarten kann.

Egal ob Zielfernrohrhersteller, Waffenproduzenten oder Munitionsfabrikanten, jegliche bekannten Firmennamen sind auf der IWA vertreten. Es wird verhandelt und im großen Stil verkauft. Von der Kanone bis zum Taschenmesser und von Schnapsgläsern bis zum Schießsimulator findet man alles rund ums Thema Waffen und Munition und Outdoorwerkzeug sowie Kleidung.

43. IWA

Die IWA OutdoorClassics hat von  4. bis 7. März 2016 geöffnet. Hersteller und Fachhändler aus aller Welt sind in Nürnberg zu Gast – in diesem Jahr gibt es rund 1.455 Aussteller und es werden ca. 43.000 Fachbesucher  aus mehr als 120 Nationen im Messezentrum Nürnberg erwartet. Die Fotos vom Samstag und Neuigkeiten von der Messe werde ich demnächst online stellen.

Schießkino Springer’s Erben

Mitten im 8. Bezirk in Wien ist das Springer und Erben Geschäft. In der unscheinbaren Josefsgasse 10, geht es mit dem Schießinstruktor in den Keller. Auf 20 Meter kann der Schütze die Leinwand ins Visier nehmen. 5×2 Meter ist die Leinwand des Schießkinos groß. Bis zu vier Personen können gleichzeitig trainieren. Es gibt verschiedene jagdliche Filme, vom Sautreiben über den ziehenden Hirsch oder den anlaufenden Vogelstrauß können Schüsse abgegeben werden.

Ich war mit einer Jagdfreundin dort, um den Schuss auf flüchtendes Wild zu trainieren. Ein Instruktor erklärte uns den richtigen Stand und die besten Haltepunkte für den flüchtigen Schuss. Die Filmsequenzen sind in Szenen aufgeteilt und simulieren ein reales Treiben, mal wechselt eine hochflüchtige Rotte an, oder die Wildschweine kommen immer wieder sichernd langsam auf die Leinwand. Ist die Abfolge der Sequenzen nach ein paar Minuten vorbei, kann man die abgegeben Schüsse einzeln durchgehen. Man sieht die Treffer und auch welche Schüsse daneben gegangen sind. Es sind viele daneben gegangen.

Die meisten Treffer waren zu tief, Grund dafür zu schnelles durchziehen des Abzugs. Nach etwas Trockentraining am Abzug meiner Browning X-Bolt konnten wir beide unser Schussbild deutlich verbessern und die eine oder andere Sau virtuell erlegen. Unser beider Fehler wurde behoben, da wir den Finger auf den Abzug legten, warteten und langsam den Druckpunkt des Flintenabzuges kommen ließen. Ob es bei einer realen Drückjagdsituation auch so funktioniert, werden wir auf jeden Fall testen.

Fazit:

Ein Besuch im Schießkino von Springer’s Erben lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Preis nicht gerade billig ist. 50 Minuten schießen mit der Langwaffe kosten 120 Euro, zu zweit ist es nur mehr halb so schlimm. Bevor man sich auf einer Drück- oder Treibjagd auf echtes Wild versucht, sollte man dieses Geld investieren. IMG_3517

Die Kosten (Stand Feber 2016):

Filmsequenzen und sich bewegende Ziele (Langwaffe)
1 Einheit*, 25 Min. effektive Schießzeit          € 70,00
2 Einheiten*, 50 Min. effektive Schießzeit     € 120,00
jede zusätzliche Einheit*                                  € 60,00

Filmsequenzen und sich bewegende Ziele (Faustfeuerwaffe)
1 Einheit*, 25 Min. effektive Schießzeit          € 60,00
2 Einheiten*, 50 Min. effektive Schießzeit     € 99,00
jede zusätzliche Einheit*                                  € 50,00

Test Geco Teilmantel / Target

Billigpatrone, nur für den Schießstand verwenden und vieles andere hört man immer wieder über die Geco Teilmantel, bzw. Geco Target Munition. Bis jetzt hat sie mich aber in keiner Situation enttäuscht. Um eines klarzustellen, die Geco Teilmantel in der 20er Packung und die Geco Target in der 50er Packung sind einzig und allein durch den Namen zu unterscheiden, sonst haben sie die gleichen Eigenschaften. Sie schießen präzise zusammen und auch auf Wild ist die Wirkung immer umwerfend.

Zu meinen Erfahrungen, ich schieße die Geco Teilmantel / Geco Target aus meinem Standardrepetierer Steyr Mannlicher Stutzen in 308. Winchester sowie aus meiner Browning X-Bolt in 30/06 Springfield.

Geco Teilmantel / Target 308 Win.

Heuer konnte ich mit der Geco Target / Teilmantel in 308. Win. vier Rehböcke, zwei weibliche Stücke Rehwild, einen Fuchs sowie einen Frischling mit 40 Kilogramm erlegen. Alle Treffer waren kurz hinterm Blatt, bis auf den Fuchs und das Schwein gab es kurze Fluchten von max. 30 Metern. Ein Ausschuss war immer vorhanden und die Wildbretentwertung – so lange man nicht hart Blatt schießt – hält sich in Grenzen. Beim Rehwild waren meist ein paar Federn zerschossen, das Wildbret war sonst in Ordnung. Bei der Sau habe ich genau aufs Blatt getroffen, hier gab es Hämatome, die aber nicht so schlimm ausgefallen sind. Für den Fuchs ist man mit der 308. Win doch etwas übermotorisiert, der Balg wäre nicht mehr zu verwerten gewesen.

Das 11 Gramm Geschoß spricht gut an und bis jetzt hatte ich auch immer Ausschuss und nur kurze Fluchten. Bei Schussdistanzen unter 200 Metern sehe ich keinen Nachteil beim Geco Teilmantel.

Geco Teilmantel / Target 30/06 Springfield

Alles was die 308. Winchester kann, kann die 30/06 Springfield auch, mit etwas mehr Energie. Deshalb verwende ich sie bei Drückjagden, wo ich im Vorjahr eine 120 Kilogramm Bache mit der Geco erlegen konnte, hier hatte ich das einzige Mal mit dieser Patrone keinen Ausschuss, weil ich die Sau etwas schräg getroffen hatte, sie zeichnete nach einigen Metern Flucht und verendete im Wundbett. Heuer konnte ich mit der Geco Teilmantel / Target 30/06 Springfield in Ungarn einen etwa 80 Kilogramm schweren Keiler strecken. Der Schuss ging hinters Blatt, der Keiler flüchtete noch etwa 50 Meter bis er im Wundbett verendete. Ich bin beim Schuss etwas zu weit hinten abgekommen, so dass Leber und ein Teil der Lunge zerstört wurden, es gab Ausschuss und genügend Schweiß, um das Schwein zu finden.

Auf Rehwild habe ich mit diesem Kaliber bisher noch nicht geschossen, das Geschoß hat wie beim 308 Win. 11 Gramm und spricht schnell an, für schwere Wildkörper ist es laut Hersteller nicht geeignet, bei uns im Revier kommen diese nicht so oft vor. Mit der 30/06 in meiner Sauwaffe schieße ich auch nicht die weiten Distanzen. Am Schießplatz auf 300 Meter merkt man schnell, wie weit die Kugel auf diese Entfernung fällt, aber in der jagdlichen Praxis vermeide ich solche Kunstschüsse sowieso.

 

Fazit

Bis jetzt bin ich mit dem Geco Teilmantel / Target sehr zufrieden und kann es eigentlich weiterempfehlen. Die Präzision auf der Jagd, am Schießstand oder im Schießkino passt perfekt und meine Gewehre schießen die Geco Teilmantel auf die Größe eines zwei Euro Stücks zusammen. Limitierender Faktor bin hier wahrscheinlich ich als Schütze. Das Preisleistungsverhältnis passt und das gute alte Teilmantel Geschoß hat schon tausende Sauen, Hirsche und sonstiges Wild zur Strecke gebracht. Ich werde es auch weiterhin verwenden.

Die Nebelsau

Der Winteransitz am Samstag begann auf einem Hochsitz in der Nähe vom Bach, als sich endlich etwas bewegte und eine Geiss samt Kitz aus dem Feld anwechselte, sah ich auch einen Jagdkollegen, samt Hocker und Gewehr herüberwechseln. Er setzte sich am Bach in den Waldgürtel und machte es sich bequem. Geiss und Kitz verabschiedeten sich und auch ich beschloss den Sitz zu wechseln.

Nach etwas Überlegung, setzte ich mich trotz sinkender Sonne auf eine Waldkanzel, da ich dort auf der Wildkamera Geiss und Kitz bestätigt hatte. Die waren auch schon auf dem Weg zur Kanzel zu sehen und verschwanden im Dickicht des Waldes. Na gut, auf der Kanzel angekommen, richtete ich mich ein und wollte warten bis die Sonne untergegangen ist. Was im Winter sowieso schon gegen 16 Uhr passiert. Kein Wild im Anblick, aber dann ein Grunzen.

In unserem Revier ist Schwarzwild nur gelegentlich zu Besuch. Deshalb blieb ich skeptisch, ob es wirklich ein Schwarzkittel war. Doch in regelmäßigen Abständen hörte ich wieder Grunzen. Es muss eine Sau sein,  sofort motiviert, blieb ich versteinert sitzen. Der Mond beleuchtete den Waldweg perfekt und ich glaste immer wieder auf und ab. Kurz vor halb sechs schaute ich wieder auf  den Weg, nachdem mehrere Äste geknackt hatten. Da stand die Sau. Etwa 50 Meter vom Hochsitz entfernt, sie verhoffte. Sofort nahm ich meinen Steyr Mannlicher Stutzen, brachte das Blatt des Wildschweins in das Absehen meines Kahles CBX 3-12x56mm und drückte ab.

Der Mündungsblitz blendete mich. Ich hörte ein quieken und dass die Sau umgefallen war. Schnell leuchtete ich mit meiner Taschenlampe zum Anschuss, das Wildschwein lag dort, wo es zuvor gestanden hatte. Ich konnte es noch gar nicht fassen. Da die Wildschweine eben nur seltene Besucher sind, war die Freude umso größer, dass ich eine zur Strecke bringen konnte. Die Jagdkollegen konnten es erst gar nicht glauben, als ich mit dem Schwein im Kofferraum aus dem Wald fuhr, verstand ich es. Dichtester Nebel war hereingezogen, eine halbe Stunde später, hätte ich das Keilerchen sicher nicht mehr gesehen.

Aufgebrochen hatte der Frischlings-Keiler 38 Kilogramm, mittlerweile ist er bereits portioniert in der Kühltruhe. Dieser kleine Keiler war der Höhepunkt in meinem Jagdjahr. Heuer konnten erst zwei Wildschweine bei uns  im Revier erlegt werden, normalerweise kommt ein Schwein im Jahr zur Strecke. Das erste Wildschweingulasch hat ebenfalls schon wunderbar geschmeckt.

Weidmannsheil!