Treibjagd auf Hochwild mit Erfolg

Herbst und Winterzeit ist Jagdzeit. Als Jäger ist man über jede Einladung froh, umso mehr wenn sie von Erfolg gekrönt ist. Schwarz- und Rotwild standen auf der Abschussliste bei den Winterjagden im Revier eines Bekannten.

Drei Mal ging es raus in den Wald, um die Abschusspläne zu erfüllen. Jeweils mit etwa 20 Weidmännern, vier bis fünf Treibern und einigen Hunden. Sicherheit ist oberstes Gebot bei der Bewegungsjagd auf Hochwild, vor allem weil es keine Drückjagdböcke gab. Genau wurde eingeteilt und jedem Jäger sein Schussfeld erklärt. Der Großteil der Schützen war mit Kugelgewehren unterwegs, einige hatten ihre Flinten mit  Flintenlaufgeschossen geladen.

Einmal abgestellt heißt es warten. Als Waffe hatte ich meine Browning X-Bolt im Kaliber 30/06 dabei mit einem Aimpoint 9000 Visier. Nach einigen Anschlagsversuchen und vielen im Geiste „erlegten“ Bäumen, bekam ich in der ersten Zeit des Triebs kein Wild in Anblick. Mein Standnachbar war erfolgreicher, er konnte einen Überläufer gleich am Anfang des Treibens erlegen. Die Treiber kamen immer näher und einige weitere Schüsse waren schon gefallen. Als der Trieb wieder retour „hobelte“ und schon weit entfernt war, brach ein Schuss, direkt neben mir. Mein Nachbar schoss wieder mit seiner Flinte auf ein Wildschwein. Das Tier kam auch mir in Anblick und war fürs erste „riesig“, da sie sehr langsam war, dachte ich mein Standnachbar hätte sie angeschweißt, also brachte ich meinen RIMG_2797otpunkt etwas vorgehalten auf den Wildkörper und drückte ab. Da sie zuerst nicht zeichnete schoss ich noch zwei Mal nach, um sicher zu gehen, das Wildschwein an den Platz zu bannen und eine Nachsuche zu verhindern. Etwa 15 Meter nach meinem letzten Treffer blieb das Schwein liegen. Als der Trieb abgeblasen wurde, ging ich sofort mit einem Jagdkollegen nachschauen. Es war eine alte Bache, wie sich nachher herausstellte hatte sie 120 Kilogramm aufgebrochen. Das Flintenlaufgeschoss meines Standnachbarn verfehlte das Tier, ich konnte zwei Schüsse in die Mitte des Wildkörpers setzen. Das Teilmantelgeschoss von Geco erzeugte keinen Ausschuss, die Energie blieb im Körper und  das schwere Stück konnte nicht mehr weit flüchten.

Etwas betrübt, dass es doch kein Keiler war, aber trotzdem froh keine Nachsuche fabriziert zu haben, bargen wir das Tier und legten es zur Strecke. Insgesamt konnten an diesem Jagdtag sechs Wildschweine erlegt werden. Jagdleiter und Jäger waren zufrieden. Nachsuchen gab es keine. IMG_2798Ein Wermutstropfen war, dass wir kein Rotwild zur Strecke legen konnten. Aber alle waren beim Schüsseltrieb froh, über die Strecke und dass es keine Komplikationen gegeben hat.

Auch bei den nächsten Jagden konnte kein Jäger Kalb oder Tier erlegen. Die Jagd auf Niederwild wurde wegen zu geringer Wilddichte abgesagt, um Hase und Fasan etwas Ruhe zu gönnen.

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