Das Revier erwacht nach der Winterpause

Nach dem Winter ist es jagdlich ruhiger im Revier. Was sich auch in meinen Beiträgen niedergeschlagen hat. Das Wild braucht Ruhe und ich auch. Aber jetzt wird es hier wieder monatlich zumindest einen Beitrag auf meinem Jagd Blog geben. Hier ein kleiner  Bericht über einen Streifzug durchs Revier im Frühjahr.

Fasan, Hase und Rehwild lassen sich bei meinen abendlichen Rundgängen immer öfter blicken. Der Frühling zieht ein.  Die Wildschweine haben vor allem im jungen Weizen Schaden angerichtet, im Moment ist es schwierig richtig anzusprechen, um keine führende Bache zu erlegen. Trotzdem wird es jetzt bei dieser Mondphase notwendig sein, den Weizen zu beschützen und zur Not einen Warnschuss abgeben.IMAG1816

Die Böcke sind noch zum Großteil im Bast.  Passenden für heuer, habe ich noch keinen ausgemacht, aber es wird schon noch werden. Leider konnte ich einen starken Bock nicht gut ansprechen, aber er hatte schon ziemlich fertig verfegt, also kein Jüngling  mehr. Am 16. April geht es jedenfalls los mit der Bockjagd, auf Jahrlingsstücke.

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Leider wurde die Schnepfenjagd  im Frühjahr eingestellt, die immer besonders spannend war und eine wirklich schöne Jagd. Selbst die Krähenjagd ruht jetzt seit Mitte März. Im Feber konnten wir einige Krähen erlegen, die Lockjagd auf die Vögel ist immer ein Erlebnis.photo_2019-03-17_19-28-51

Also kann man nur auf die Bockjagd warten. Vorfreude ist die größte Freude, auch bei der Jagd. Aber es muss nicht immer Schusszeit sein, um eine angenehme Zeit im Revier zu verbringen.

 

Waidmannsheil!

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Lebensraum fürs Wild verbessern mit Hecken

Hecken sind Lebensräume und in Zeiten der industrialisierten Landwirtschaft fast aus unseren Revieren verschwunden. Im Zuge der „Lebensraumverbessernden Maßnahmen“ kann eine Hecke wieder neues Leben ins Revier holen. Angefangen von Wildbienen, zahlreichen anderen Insekten und Vögeln, bieten sie auch dem Niederwild Schutz vor Räubern und einen attraktiven Lebensraum.

Wo pflanzt man eine Hecke?
Entlang von Ackerrändern oder Wegen  ist der ideale Standort. Am meisten bringt es zwischen großen Feldschlägen, um die Landschaft ein wenig aufzulockern. Der Feldsaum sollte rund zwei bis vier Meter breit sein.

Welche Pflanzen kommen in die Hecke?
Je nach örtlichen Gegebenheiten können die Pflanzen variieren. Der Natuschutzbund empfiehlt:

5-10 Prozent hochstämmige Bäume, wie Ahorn, Esche, Buche, Linde oder Eiche.
10-20 Prozent niederwüchsige Bäume, wie Hainbuche, Vogel- und Traubenkirsche, Wildapfel, Mehl- und Vogelbeere, Salweide, Zitterpappel
60-70 Prozent niedere Sträucher, wie Weiß- und Schwarzdorn, Faulbaum, Brombeere, Ginster, Rote Heckenkirsche, Wildrose, Pfaffenhütchen usw.

Auf beiden Seiten sollte in Kraut- und Wiesensaum anschließen, um als Puffer zu den Feldern oder Wegen zu dienen. Vor allem Rebhühner und Fasane reagieren auf die Neuanlage dieser Säume durch rasche Besiedelung und höheren Überlebensraten im Winter.

Pflanzung der Hecke:
Ende September, Oktober oder im Frühling nach den Spätfrösten ist der ideale Zeitpunkt für die Anlage der Hecken. Die Pflanzen sollten in einem Abstand von etwa einen Meter in mehreren Reihen, (3-5) ausgesetzt werden. Bei den Pflanzenarten sollte unregelmäßig vorgegangen werden. Die Pflanzen sollten gut eingegossen werden, droht Verbiss, kann in der ersten Zeit auch ein Zaun das Wild abhalten._DSC8397