Hetzjagd gegen Jäger

Ein Jagdunfall ist in allen Medien und das Internet überschlägt sich mit Hetze gegen die „mordlustigen Angsoffenen in Grün“. Solche Aussagen sind in den Foren der Zeitungen unter den Aritkeln zu lesen. Wenn bei einer Jagd jemand verletzt wird, oder ein „selbsternannter Tierschützer“ einen Jäger anzeigt, der ein Reh abfängt, ist immer große Aufruhr. Dann tun den Leuten die Tiere leid, wenn sie in der Kronen Zeitung beim Schnitzelessen darüber lesen.

Abgesehen davon ob ein Jäger richtig oder falsch gehandelt hat, die Interessensvertreter der Jagd dürfen nicht  schweigen. Die Presseseiten der Landesjagdverbände haben Festnetznummern angegeben und die Presseaussendungen sind meist nicht besonders aktuell und zu aktuellen Vorfällen wird kaum schriftlich Stellung genommen. In Zeiten der schnellen Informationsflüsse braucht es ein proaktives Auftreten der Jägerschaft wenn etwas passiert, muss sich ein Jäger zu Wort melden. Ducken und die Sache aussitzen, schadet dem Ansehen der Jägerschaft. Ein aktives Krisenmanagement sei es durch den Landesjägermeister oder einen Pressesprecher wäre längst an der Zeit. Zum Glück passiert nicht jeden Tag etwas, ist aber etwas passiert, muss reagiert werden, auch am Wochenende oder am Abend, sei es mit einer Aussendung oder zumindest mit dem Angebot für Journalisten erreichbar zu sein.

Dem jeweilige Jagdleiter in dem Revier wo der Unfall passiert ist, oder der betroffene Jäger müsste die Informationen aus erster Hand an einen Pressesprecher bekannt geben, der dann die Medienanfragen beantwortet und auch die Sicht der Jägerschaft darlegt, um eine objektive Berichterstattung zu ermöglichen. Egal ob es ein Unfall bei einer Treibjagd ist, ein angeschossener Hund oder ein Schuss ins Kinderzimmer. Jedes Statement und sei es nur, dass es eine interne Untersuchung des Einzelfalles geben wird, ist besser als zu schweigen und einen unreflektierten Artikel zuzulassen.

Verlieren kann die Jägerschaft dabei nichts, denn viele Leute haben sich sowieso schon ihre Meinung zurechtgelegt. Aber ich als Jäger und da bin ich sicher nicht der Einzige, sehe nicht ein, warum eine Interessensvertretung in Krisen einfach den Kopf in den Sand steckt.

Beispielartikel 1

Beispielartikel 2

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