Braucht der Jäger eine Kurzwaffe, oder nicht? Diese Frage werden sich schon viele gestellt haben. Meiner Meinung nach, kann eine Pistole oder ein Revolver nicht schaden, wenn er bei der Jagd geführt wird. Was in Österreich hinderlich ist, dass man einen Waffenpass braucht, um eine geladene Kurzwaffe zu führen, nur der Jagdschein samt Waffenbesitzkarte reicht nicht. Ein Waffenpass ist im Moment aber kaum zu bekommen.

Gehen wir davon aus, wir dürfen eine Kurzwaffe führen, welche ist die Richtige für den Jäger. Als erstes muss entschieden werden Pistole oder Revolver. Um diese Entscheidung zu treffen, sollte klar sein, was die Hauptaufgabe für die Kurzwaffe ist.  Sind es Fangschüsse für den Marder oder Fuchs in der Falle, Fangschüsse für das angefahrene oder angeschweißte Reh oder geht es mit der Kurzwaffe ins Dickicht, um einem Wildschwein oder Rotwild den Fangschuss anzutragen.

Eine Pistole
Als reine Fallenwaffe wird eine 22 l.r. Pistole oder eine 9mm Para auf jeden Fall reichen. Die 9 mm kann man mit der richtigen Munition auch für noch lebendes Fallwild oder ein angeschweißtes Reh verwenden, bei einem guten Treffersitz, wird der Jäger Erfolg haben. 9 mm ist ein klassisches Pistolenkaliber, die Auswahl in diesem Kaliber an Handfeuerwaffen ist riesig, angefangen von den diversen Glock  Pistolen, die es in allen Größen gibt, bis hin zur Steyr A1 Serie, Beretta, HK, Sigsauer oder CZ, um nur einige zu nennen. Durch die billige 9mm Munition, kostet der Besuch am Schießstand nicht ganz so viel. Mit einer Glock 17 in 9 mm ist man um etwa 700 Euro schon dabei. Zubehör ist auch recht günstig, wie Lichtmodule, die bei der Nachsuche sehr hilfreich sein können, da keine Taschenlampe mehr extra gehalten werden muss.

Bei den stärkeren Pistolenkalibern wird es etwas teurer, natürlich bringen diese mehr Leistung ins Ziel und sind auch für den Fangschuss auf Schwarz- und Rotwild geeignet. 45.S&W oder 10mm Auto seien hier genannt. Die Munition ist um einiges teurer, aber die Energie die im Wildkörper abgegeben wird, ist ebenso höher.

Ein Revolver
Wer regelmäßig auf Schwarzwild oder Rotwild waidwerkt oder Schweißhundeführer ist, wird wenn er nicht sowieso eine spezielle Langwaffe für diesen Einsatz hat, eher auf einen Revolver zurückgreifen. 357. Magnum oder 44. Magnum haben genügend Durchschlagskraft, auch für schwerere Stücke, vorausgesetzt der Schuss sitzt. Natürlich ist es für den ungeübten Schützen nicht einfach, eine 44. Magnum mehrmals schnell abzufeuern. Deshalb sollte auch hier unbedingt am Stand geübt werden. Vorteile vom Revolver ist die einfache Technik, zündet eine Patrone nicht, drückt man weiter ab und feuert die nächste ab. So sind die Revolver ein verlässlicher Begleiter.

Training
Das Training mit der Kurzwaffe ist jedenfalls wichtig, da sie meistens in stressigen Situation zum Einsatz kommt.

Letzten Endes ist es Geschmackssache ob man sich einen Revolver oder eine Pistole zulegt. Ich muss sagen, am Schießstand machen beide Varianten Spass, im Revier muss man sich im Klaren sein, was die Hauptaufgaben sind.

Waidmannsheil

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Ein Gedanke zu “Pistole oder Revolver für die Jagd

  1. Hallo, toller Beitrag. Pistole oder Revolver das ewige Thema. Meiner Meinung nach ist für die Jagd ein Revolver sinnvoller. Ein .357 Revolver hat genug power und ich kann auch .38 Spec. damit laden. Mit 6 Schuss sollte man für jagdliche Zwecke leicht auskommen und ein Revolver ist meiner Meinung nach einfach stabiler und sicherer zu handhaben als eine Pistole. Besonders unter Stress. Für SV Belange tendiere ich jedoch eher zu Pistole.
    LG

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