Der Bock am 29. Mai

Der Mai neigt sich dem Ende zu und nach vielen erfolglosen Ansitzen, war es nun so weit. Ich konnte meinen ersten Bock im heurigen Jagdjahr strecken.

Nach eineinhalb Stunden ohne viel Anblick, trieb ein braver Sechserbock einen jungen Bock in meine Richtung. Der Junge hatte sein Haupt in einer Fahrspur im Gerstenacker versteckt, der Sechser trieb in bis vor meinen Hochsitz. Als der Junge in den Wald wechselte, sprang der Alte ab und verabschiedete sich wieder in die Richtung aus der er gekommen war. Bock

Der junge Bock mit seinen kurzen Spießen äßte in der Nähe meines Hochsitzes und überlegte seine nächsten Schritte. Er bekam keinen Wind von mir und zeigte sich sehr vertraut. Ich überlegte jedoch hin und her, ob ich nun ein ein Jahr altes Stück vor mir habe, oder doch einen schwachen Zweijährigen. Wer zu lange überlegt hat meistens Pech, also konnte ich dem Bock keinen sicheren Schuss antragen. Die Sonne war schon untergegangen, doch der Spießer machte sich auf den Weg, um noch einmal sein Glück auf dem Feld zu versuchen.

Nach ein paar zögerlichen Schritten war er aus dem Gebüsch auf die neu bebaute Wiese ausgetreten und sicherte in alle Richtungen. Ich brachte meinen Steyr Stutzen in 308 Win. in Stellung und stellte mein Zielfernrohr auf die richtige Vergrößerung. Langsamen Schrittes bewegte sich der Bock, ich verfolgte ihn durchs Zielfernrohr. Als er verhoffte, stach ich mein Gewehr ein, ein paar Schritte ließ ich ihn noch ziehen und als er breit stand, drückte ich den Abzug. Der Bock fiel wie vom Blitz getroffen um, schlegelte noch ein zwei Mal und verendete.

Rehbock

Rehbock

Als ich das Stück barg, merkte ich die kleinen Vereckungen der Spieße und dachte zuerst es sei ein Zweijähriger. Nach dem Aufbrechen zeigte sich jedoch am Gebiss, dass der Bock ein Einjähriger war. Er wog aufgebrochen 16 Kilogramm und wird in zwei bis drei Tagen zerwirkt und kommt in die Gefriertruhe und dann auf den Grill.

Nach einem langwierigen Start in die Jagdsaison, freute ich mich besonders über diesen Abschuss, dass es keine Nachsuche gab und natürlich über das Wildbret.

Weidmannsheil!

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